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nordwest-zeitung

Vor Derby gegen Meppen Diese zweite Hälfte macht dem VfB Oldenburg Mut

Hauke Richters
Hauke Richters Wolfgang Wittig
Nico Mai (links) setzte sich mit den Oldenburgern klar gegen Lübeck (Dardan Karimani) durch.

Nico Mai (links) setzte sich mit den Oldenburgern klar gegen Lübeck (Dardan Karimani) durch.

Piet Meyer

Oldenburg - Laut sei es in der Pause in der Kabine des VfB Oldenburg geworden, berichtete Kapitän Leon Deichmann nach dem Regionalliga-Spiel gegen den VfB Lübeck. So hoch wie die Dezibelzahl der Ansagen in der Kabine war in der zweiten Hälfte dann auch die Erfolgsquote der Oldenburger Fußballer. Beim 4:0-Sieg des heimischen VfB zeigte die Mannschaft von Trainer Dario Fossi eine bemerkenswerte Leistung. Körperlich präsent, mit Mut zum gewagten Pass, stark im Abschluss: Vieles, was vor der Pause nicht klappte, gelang nach dem Seitenwechsel. „Die Mannschaft muss mutig sein“, fasste Fossi zusammen.

Gute Einwechslungen

„Uns war klar: Wenn wir weiter wie in der ersten Halbzeit spielen, dann haben wir in dieser Liga nichts mit oben zu tun“, sagte Deichmann, dessen Team in der torlosen ersten Hälfte vieles schuldig geblieben war: „Wenn wir 20 Prozent drauf legen, dann können wir eine Top-Mannschaft sein. Wenn wir das nicht schaffen, sind wir eine Mittelfeld-Mannschaft.“

Meppen macht aus 1:4 noch ein 4:4

Der nächste Gegner der Oldenburger, der SV Meppen, hat in einem spektakulären Spiel beim Aufsteiger Altona 93 in Hamburg noch ein 4:4 erreicht. Nach Toren von Stephan Wemakor (9. Minute), Gianluca Przondziono (13.), Nils Brüning (47.) und Gideon Baur (67./er traf aus rund 50 Metern ins Meppener Tor) für Altona sowie Jonathan Wensing (14.) für Meppen lagen die Gäste vor 3691 Zuschauern in der Adolf-Jäger-Kampfbahn schon mit 1:4 zurück. Dann retteten Simon Engelmann (76./86.) und Julian Ulbricht (77.) mit ihren Treffern den Meppenern noch einen Zähler.

Das mit dem „drauf legen“ klappte hervorragend, durch Tore von Julian Boccaccio (50. Minute), Rafael Brand (70./80.) und Mats Facklam (77.) sprang der klare Sieg heraus. Bei den Auswechslungen hatte Fossi zudem ein gutes Händchen. Der in der 64. Minute eingewechselte Brand erzielte zwei Tore, Willem Hoffrogge (in der 72. Minute eingewechselt) bereitete den Treffer von Facklam mit einem schönen Steilpass vor. Facklam traf dabei ähnlich spektakulär wie im mit 1:2 verlorenen Testspiel gegen den Bundesliga-Aufsteiger Hamburger SV am 6. Juli. Der groß gewachsene Mittelstürmer legte all seine Schusskraft, die er im rechten Fuß hat, in den Versuch hinein und hatte Erfolg.

Polizisten formierten sich vor dem Lübecker Fanblock und drängten mehrere Personen zurück in diesen Block.

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Die Spieler von Kickers Emden bejubelten nach wenigen Sekunden den frühen Führungstreffer durch Co-Kapitän Tido Steffens (Mitte).

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Emden

Bereits nach knapp einer halben Stunde hatte Fossi verletzungsbedingt wechseln müssen. Für Nico Knystock kam Nico Mai in die Partie. Am Wochenende teilte der VfB mit, dass Knystock sich eine Muskelverletzung zugezogen habe. Darüber, wie lange er ausfällt, gab es vom Verein aber keine Informationen.

Nach dem klaren Erfolg vor 3648 Zuschauern ließ sich aus Oldenburger Sicht auch die etwas schwächere Leistung in der ersten Hälfte recht entspannt einordnen. Torhüter Jhonny Peitzmeier („das war heute ein schönes Gefühl, endlich mal kein Gegentor zu bekommen“) hatte dabei in einigen Szenen, in denen er in das Feldspiel einbezogen wurde, nicht den allersichersten Eindruck gemacht. „Natürlich sieht das manchmal spektakulärer aus, als es wirklich ist“, wiegelte der Schlussmann ab, der ansonsten aber einen guten Eindruck machte. Auch dass er den Ball recht lange am Fuß halten würde, sei so abgesprochen.

Lübeck im DFB-Pokal

Bereits an diesem Freitag steht für die Oldenburger das nächste Punktspiel an. Um 19 gastiert das Fossi-Team dann zum Derby beim SV Meppen. Die Lübecker sind am Wochenende im DFB-Pokal gefordert, für den sich die Mannschaft durch den Sieg im Schleswig-Holstein-Pokal qualifiziert hatte. Am Samstag empfangen die Lübecker um 18 Uhr den Zweitligisten Darmstadt 98.

Hauke Richters
Hauke Richters Sportredaktion (Leitung)
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