Oldenburg - Gleich zwei Rekorde haben die Handballerinnen des VfL Oldenburg bei ihrer furiosen Torgala beim 48:34 (25:27)-Heimsieg gegen die HSG Bad Wildungen am Sonntag aufgestellt.
Zum Einen sorgte Pam Korsten vor 1600 Zuschauern in der kleinen EWE-Arena bereits nach 56 Minuten für die erste historische Marke: Durch ihren Treffer zum zwischenzeitlichen 47:32 verbesserte sie den Bundesliga-Rekord des VfL, was erzielte Tore in einem Spiel angeht. Der lag zuvor bei 46 Treffern, die die Oldenburgerinnen beim 46:22-Sieg gegen die Sportunion Neckarsulm im Jahr 2018 erzielt hatten. Zum Liga-Rekord fehlten drei Treffer: Nach der Wiedervereinigung der Bundesrepublik mit der ehemaligen DDR hatte Bayer Leverkusen in der zusammengeführten Bundesliga einen 51:7-Sieg gegen die HSG Halloren Halle gefeiert.
Einen Ligarekord gab es – dank der Mithilfe der „Vipers“ – dennoch: Insgesamt 82 Tore hatten die Zuschauer am Sonntag gesehen und damit so viele wie noch nie seit der Gründung der Bundesliga im Jahr 1975. Bisheriger Bestwert waren 81 beim 48:33-Sieg der HSG Blomberg Lippe gegen die SG Bietigheim am 12. Januar 2011. Das Tor zum 34:48-Endstand von Bad Wildungens bester Schützin Anika Hampel (13 Tore) neun Sekunden vor Schluss sorgte für den Rekord.
Oldenburgs beste Werferin war wieder einmal Toni Reinemann mit neun Toren. Die 22-jährige Nationalspielerin führt auch die Torschützinnenliste der Bundesliga mit 123 Treffern klar vor Mareike Thomaier (Bayer Leverkusen/113) an.
Oldenburg: Kohorst (5 Paraden), Fasold (ab 46. Min./5 Paraden) – Teiken 7, Borutta 6, Reinemann 9/3, Martens 1, Steffen 1, Carstensen 6, Röpke 3, Feiniler 1, Pfundstein, Golla 3, Knippert 4, Korsten 4, Ronge 3.Bad Wildungen: Brütsch (1 Parade), Schutrups (ab 23. Min./7 Paraden) – Nieuwenweg 2, Meyer, Ruwe 2, Hampel 13/8, Goldmann 2, Berk 2, Wenzel 1, Hahn 1, Symanzik 3, Huhnstock 8, van de Ruit.Schiedsrichter: Jannik Otto und Raphael Piper.Zuschauer: 1614.