Brake - Schüler und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen, ist immer eine große Herausforderung. Das Bildungsnetzwerk (Bine) Wesermarsch an den Berufsbildenden Schulen stellt sich dieser Aufgabe schon seit Jahren mit der Berufsfindungsmesse – und das mit Erfolg! Doch die Corona-Pandemie erschwert die Situation erheblich.
Große Verantwortung
Die Verantwortung, in Zeiten der Pandemie, wie gewohnt eine Berufsfindungsmesse in den Räumlichkeiten der Berufsbildenden Schule anzubieten, sei zu hoch gewesen, sagt Antje Motzkus-Wintjen, Lehrerin am BBZ und federführende Organisatorin der Berufsfindungsmesse.
Doch sie wollte auch 2020 die Jugendlichen nicht im Regen stehen lassen. So funktionierte sie das Messekonzept kurzerhand zu einer virtuellen Messe um. Über die Homepage des Bildungsnetzwerkes gelangen die Jugendlichen, selbstverständlich auch Eltern und Lehrer, auf die Internetseite der virtuellen Messe. Hier können sie sich über freie Ausbildungsstellen, Studium, Duale Studienplätze, das Freiwillige Soziale Jahr und den Bundesfreiwilligendienst, aber auch über freie Praktikumsplätze informieren. Auch Tipps und Tricks zur Berufswahl können die Jugendlichen auf der Homepage über einen Link erhalten.
Wie auch auf der gewohnten Messe im BBZ sollen Unternehmen bei der virtuellen Messe die Möglichkeit haben, ihren Betrieb vorzustellen. Über Links werden die Jugendlichen auf die entsprechenden Internetseiten weiter geleitet. Mehr als 45 Betriebe sind in diesem Jahr dabei.
So haben die Jugendlichen die Möglichkeit, sich über 120 Ausbildungsberufe anzuschauen. Die Virtuelle Messe bietet ihnen in diesem Jahr den praktischen Vorteil, dass sie sich das Angebot zum einen nach Betrieben, aber auch nach Berufen und sogar nach ihrem eigenen Schulabschluss sortieren lassen können. Auf den Vorstellungsseiten der Unternehmen wird auch der richtige Ansprechpartner für Fragen zum Beruf und zu Bewerbungen genannt. Die Jugendlichen können ihr Interesse an einem bestimmten Beruf oder Unternehmen aber auch an Antje Motzkus-Wintjen melden. Sie sammelt dann die Interessenten und gibt sie an die Unternehmen weiter, damit sie Kontakt zu den Jugendlichen aufnehmen können.
Ständige Börse
Antje Motzkus-Wintjen hat aus der Not eine Tugend gemacht. Die Ausbildungs- und Praktikumsplatzbörsen sollen auch nach dem Messe-Zeitraum bestehen und gepflegt werden und weiter für die Jugendlichen zugänglich sein. So können sie sich auf den Seiten das ganze Jahr über Berufe und freie Stellen informieren.
Die Messe war ursprünglich für den 6. Oktober geplant. Auf der Homepage des Bildungsnetzwerkes ist das Messe-Angebot bereits online. Antje Motzkus-Wintjen hofft trotz allem, dass die Messe im nächsten Jahr wieder wie gewohnt stattfinden kann.
