Navigation überspringen
nordwest-zeitung

Wettkampf auf dem Acker Anspruchsvolles Kurvenfahren beim Mofarennen Beverbruch

Luise Poppe
Die Mofafreunde Beverbruch (von links): Til Berkemeyer, Johannes Berkemeyer, Holger Lammers, Hans Berkemeyer, Matthias Meyer, Patrick Högemann, Niklas Heuermann (es fehlen Leon Ferneding, Dennis Bührmann, Frank Berkemeyer).

Die Mofafreunde Beverbruch (von links): Til Berkemeyer, Johannes Berkemeyer, Holger Lammers, Hans Berkemeyer, Matthias Meyer, Patrick Högemann, Niklas Heuermann (es fehlen Leon Ferneding, Dennis Bührmann, Frank Berkemeyer).

Luise Poppe

Beverbruch - Was ist der Unterschied zwischen Mofa und Roller? Diese Frage konnten die Mofafreunde Beverbruch auch erst nach einigem Überlegen beantworten. Aber wen interessiert das auch, denn „Mofa ist cool, Roller ist uncool“, lachen die Experten. So einfach ist das manchmal.

Dass die zehn Freunde aus Beverbruch sich in Sachen Mofa auskennen, lässt sich kaum abstreiten. Einmal in der Woche treffen sie sich, um an ihren Fahrzeugen zu schrauben, am Wochenende geht es manchmal zu Rennen. Zu Spitzenzeiten nahmen sie an mehr als zehn Wettkämpfen im Jahr teil. Das war 2015. Mittlerweile haben einige geheiratet und Kinder bekommen. Da bleibt nicht mehr so viel Zeit zum Schrauben und Rennen fahren.

Wettkampf aufm Acker

Aber einmal im Jahr nehmen sich alle zehn Mitglieder Zeit. Denn dann ist das große Mofarennen mitten in Beverbruch. 2006 fand die erste Auflage statt, damals noch von den Eltern ausgerichtet. Heute sind die Kinder am Zug. 2018 haben sie dazu sogar einen Verein gegründet: Mofafreunde Beverbruch.

Auch dieses Jahr werden die Motoren direkt am Kreisel in Beverbruch angelassen. Auf dem Acker eines Bekannten wird am Sonnabend, 7. September, um 14 Uhr der Wettkampf gestartet.

Drei Stunden dauert das Rennen, aus drei Fahrern besteht ein Team, und in vier Klassen wird unterschieden: Automatik, Schaltung sowie offene Klasse Automatik und Schaltung. Am Ende gewinnt, wer am meisten Runden gefahren ist. Es geht um „Ruhm und Ehre“, aber natürlich auch um einen „dicken Pokal“, erzählt einer der Organisatoren. Nach dem Hauptrennen wird noch „Mutti’s Bester“ ausgefahren. Die Teams schicken ihren stärksten Fahrer auf eine verkürzte Strecke, nach jeder Runde fliegt der letzte raus. Am Ende sind noch drei Fahrer übrig, die um den Sieg fahren.

35 Teams

Im vergangenen Jahr gingen 35 Teams an den Start. Die Mofafreunde selbst fahren nicht mehr mit. Sie sind in die Organisation voll eingespannt. Für dieses Jahr haben sich bis jetzt 18 Teams angemeldet, eine Anmeldung über die Homepage (mofafreunde-beverbruch.jimdosite.com) ist noch möglich.

Das Rennen sollte allerdings nicht unterschätzt werden. Die nicht angemeldeten Mofas, die im öffentlichen Straßenverkehr bis maximal 25 Stundenkilometer (km/h) fahren dürfen, können auf dem privaten Acker ganz schön schnell werden. Bis zu 50 Stundenkilometer erreichen sie auf gerader Strecke. Dabei komme es gar nicht so sehr auf die Schnelligkeit an, am Ende gewännen diejenigen, die „gut aus den Kurven kommen“, erklären die Organisatoren. Die genaue Strecke wird zwar erst eine Woche vor dem Rennen festgelegt, doch genug Kurven gibt es auf jeden Fall, denn „das im Kreisfahren soll anspruchsvoll sein“. Mofarennen „ist ja schließlich ein Sport.“

Mofa-Rallye

Neben dem Mofarennen haben die Mofafreunde Beverbruch dieses Jahr ihre erste eigene Mofa-Rallye organisiert. Dort fuhren 68 Teilnehmer mit ihren Mofas 65 Kilometern durch den Landkreis Cloppenburg über Feldwege und Nebenstraßen. Das sei sehr gut angekommen und soll im nächsten Jahr auf jeden Fall wiederholt werden.

Doch jetzt liegt das Augenmerk auf dem Mofarennen. Neben dem Wettkampf gibt es eine Hüpfburg, Pommes und Bratwurst, einen Eis- und einen Getränkewagen. Nach den Rennen geht die Party los.

Ob wie im vergangenen Jahr mehr als 500 Besucher an die Rennstrecke kommen, wissen die Mofafreunde noch nicht. Das Wichtigste für sie sei, dass alle Spaß haben, glücklich sind und sich niemand verletzt.

Themen