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nordwest-zeitung

Verunreinigungen auf neuen Flächen Kaugummis und Dreck auf neuem Pflaster – So reagiert die Gemeinde Garrel

Das helle Pflaster am Busbahnhof ist kürzlich gereinigt worden. Kaugummis, Öl oder Asche hatten den Bereich verunreinigt.

Das helle Pflaster am Busbahnhof ist kürzlich gereinigt worden. Kaugummis, Öl oder Asche hatten den Bereich verunreinigt.

Reiner Kramer

Garrel - „Clean Top“ in granit-grau-gemasert – insgesamt rund 20.000 Quadratmeter dieser Pflastersteine hatten die Gemeinde auf einen Schlag gekauft und eingelagert, um die Pflasterfläche im Ortskern im Zuge des Städtebauprogramms damit neu zu gestalten. Nach dem Schul- und Sportzentrum, dem Parkplatz Osterkamp, dem neuen Busbahnhof und dem Dorfplatz folgen nun der Schulhof der Oberschule sowie der Parkplatz bei der Grundschule als nächster Sanierungsbereich.

Kaugummi, Asche, Fett

Viel Lob hat die Gemeinde für die Neugestaltung im Garreler Ortskern im Zuge der Städtebausanierung erhalten – vor allem auch für das helle Pflaster. „Das positive Feedback freut uns sehr“, sagt Henning Rolfes aus dem Bauamt der Gemeinde. „Unser Ziel war und ist es, dass die Flächen von den Bürgern angenommen und genutzt werden.“ Allerdings war hier und da auch Kritik zu hören, sind diese hellen Steine doch deutlich schmutzanfälliger als die alten. Das zeigt sich beispielsweise rund um die Wartehäuschen am neuen Busbahnhof. Dort hat sich ein Treffpunkt für Jugendliche und junge Heranwachsende etabliert – mit der Folge, dass es vermehrt zu Verschmutzungen kommt. „Kaugummireste, Asche, Essensreste (Fett), Öl, etc. haben wir im Bereich der Wartehallen am Busbahnhof feststellen können“, bestätigt Henning Rolfes den Eindruck.

Die Bezeichnung „Clean Top“ lässt es aber erahnen: Die Steine verfügen über eine besondere Schutzschicht, die es ermöglicht, Verunreinigungen einfacher zu beseitigen. Weil die Flächen am Busbahnhof erheblich verunreinigt waren, wurden sie laut Rolfes Anfang Oktober 2024 erstmals durch eine Fachfirma gereinigt. „Das Ergebnis ist zufriedenstellend“, urteilt Rolfes. Regelmäßige Reinigungsarbeiten dieser neuen Flächen wurden und werden durch die Mitarbeiter des Bauhofes ausgeführt.

So geht die Sanierung weiter

Als nächster Schritt im Zuge des Städtebauförderprogramms soll der Vorplatz bei der Oberschule umgestaltet werden. „Offener und heller“ soll er werden. Allerdings starten die Bauarbeiten dort erst in der Mitte kommenden Jahres, heißt es aus dem Rathaus. Bedeutet: Der Weihnachtsmarkt kann in diesem Jahr wie in den Vorjahren auf dem Schulhof stattfinden.

Einbezogen werden die Flächen des ehemaligen Jugendtreffs. Dort sollen Abstellflächen für Fahrräder sowie Pkw-Stellplätze entstehen. Die Bäume auf dem Schulhof sollen erhalten bleiben. Auch die Grünflächen entlang der St.-Johannes-Straße bleiben. Vom neuen Mini-Kreisel im Bereich Schulstraße/Osterkamp wird ein Radweg an der Turnhalle entlang in Richtung St.-Johannes-Straße geführt und von dort weiter in Richtung Sportzentrum. Im südlichen Bereich des Schulhofes sind runde und geschwungene Beete geplant.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)
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