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Klimaneutrales Borkum Fähre, Zug, Bus – Wie die AG Ems die Mobilität auf der Insel nachhaltig gestaltet

Die Inselbahn auf Borkum ist für viele Urlauber ein fester Bestandteil ihrer Anreise. Corina Habben von der AG Ems beschreibt, wie die Reisen nachhaltiger gestaltet werden.

Die Inselbahn auf Borkum ist für viele Urlauber ein fester Bestandteil ihrer Anreise. Corina Habben von der AG Ems beschreibt, wie die Reisen nachhaltiger gestaltet werden.

Sabrina Holthaus

Borkum/Emden - Wenn Urlauber nach Borkum reisen, überqueren sie meistens zuerst mit der Fähre das Meer, um dann mit der kleinen Inselbahn vom Hafen in die Stadt zu fahren. Für die Verkehrsmittel zuständig ist die Reederei AG Ems mit ihrer Tochtergesellschaft Borkumer Kleinbahn. Doch wie umweltfreundlich ist die Reise?

„Die AG Ems war schon immer kreativ und mutig darin, neue Dinge auszuprobieren“, sagt die Pressesprecherin der AG Ems, Corina Habben. Bereits 1997 rüstete das Unternehmen die Dampflok auf Borkum auf Biodiesel um. Dies war der erste Schritt der Reederei hin zu alternativen Energien. „2013 sind wir dann richtig eingestiegen und führten erste Studien zur Nachhaltigkeit durch“, sagt Habben. Mit der Umrüstung der MS Ostfriesland auf LNG im Jahr 2015 schuf die AG Ems das erste europäische Umbauschiff, die zweite Borkumer Fähre MS Münsterland folgte 2020. Es sei im Sinne der Nachhaltigkeit, vorhandene Schiffe umzubauen, anstatt sie komplett neu aufzusetzen, sagt die Pressesprecherin. Zudem können beide auch wieder auf Diesel umgestellt werden. „Dadurch sind wir weniger abhängig von einem Treibstoff“, erläutert Habben. Bereits 2023, zum Beginn des Angriffs Russland auf die Ukraine, konnten sie so umstellen und ihren Teil der damals knappen Ressource Gas für andere frei machen.

Fahren wird elektrisch

Aber auch neue Gesichter kommen dazu, wie das elektrisch-betriebene Hafenboot „Engelke“, das in Emden seine Runden dreht. Doch zurück zu Borkum, denn auch hier treiben die Verantwortlichen die E-Mobilität voran. „Nahezu unsere gesamte Busflotte ist elektrisch“, sagt Habben. Die Stadtwerke sind zudem bemüht, eine gute Infrastruktur für Bewohner und Besucher bereitzustellen. Aktuell stehen auf der Insel zwei sogenannte „AC“–Ladesäulen mit 50 Kilowatt, eine „DC“-Ladesäule mit 150 Kilowatt sowie vier Wallboxen mit jeweils elf Kilowatt zur Verfügung, wie Pressesprecher Dennis Möller mitteilt. Die Insel setze auf den Trend zu mehr E-Mobilität. „Gerade auf einem geografisch begrenzten Raum wie der Insel Borkum können E-Autos strahlen, da die geringere Laufleistung hier kein großes Problem darstellt“, schätzt Habben dazu ein.

Branche im schnellen Wandel: Das Errichterschiff „Thor“ im Windpark Riffgat vor Borkum, der 2013 Deutschlands erster kommerzieller Offshore-Windpark mit 108 Megawatt Leistung war – bis 2030 sollen jedoch 30 Gigawatt vor der Küste erzeugt werden.

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Klimaneutral bis 2030

Die Stadt Borkum hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Habben sieht dafür gute Chancen. „Unser Ziel ist es, in Zukunft die gesamte Reisekette – von der Fähre bis zum E-Bike – umweltfreundlich zu gestalten“, sagt sie. Dafür geplant sei unter anderem auch noch die Umstellung auf eine E-Lok für die Inselbahn. Die AG Ems habe eine große Motivation, auch weiterhin Vorreiter im Thema Nachhaltigkeit zu bleiben, wie die Pressesprecherin unterstreicht. „Wir sind im Wattenmeer Zuhause und leben davon. Deswegen wollen wir es erhalten und schützen.“

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Sabrina Holthaus
Borkum

Sabrina Holthaus
Sabrina Holthaus Volontärin, 2. Ausbildungsjahr