Bremen/Oldenburg - Autofahrer mit Ziel Bremen müssen sich in diesem Jahr auf erhebliche Staus einstellen. Das Amt für Straßen und Verkehr der Hansestadt will in diesem Jahr die Bundesstraße 75 zwischen der Landesgrenze und Grolland auf drei Kilometern Länge in beiden Fahrtrichtungen grunderneuern.

Einen Termin habe man noch nicht festgelegt, sagte Martin Stellmann, Sprecher der Bremer Behörde. Es werde aber eine zeitliche Überschneidung mit der anderen Großbaustelle, der Ochtumbrücke im Verlauf der Autobahn 1, geben, wo es täglich zu Staus kommt. Dann würde für Berufspendler eine mögliche Alternativroute entfallen. Auf der B 75 sind jeden Tag circa 50 000 Fahrzeuge, davon zwölf Prozent Lastwagen, unterwegs. Der Verkehr soll einspurig je Fahrtrichtung an der Baustelle vorbeigeleitet werden.

Die Ochtumbrücke wird zurzeit erneuert und bei dieser Gelegenheit für einen geplanten vierspurigen Ausbau je Richtungsfahrbahn vorbereitet. Die Ochtumbrücke liegt in dem meistbefahrenen Teil der Autobahn 1. Täglich wird sie von 120 000 Fahrzeugen passiert, davon sind 20 Prozent Lastwagen.

Erneuert werden muss auch die dreispurige Stephani-Brücke im Verlauf der B 75 in Bremen, ein Termin dafür steht aber noch nicht fest. Sie wird von täglich mehr als 90 000 Fahrzeugen benutzt.

Dabei lief der Verkehr in Bremen laut einer Rangliste des Kartierungsspezialisten Tom Tom im vergangenen Jahr etwas flüssiger. Doch gehört die Hansestadt nach wie vor zu den von Staus besonders geplagten Großstädten (Rang 9). Hamburg ist die Stadt mit den meisten Staus, gefolgt von Berlin, Wiesbaden und München. In Hamburg dauert laut Tom Tom eine Autofahrt wegen der Staus im Durchschnitt 34 Prozent länger.


Auffällig seien die ausgeprägten Stauspitzen am Morgen und am Abend, die ein erkennbares Pendlerverhalten belegen, erläuterte Tom Tom: „Viele Pendler wählen trotz zahlreicher alternativer Verkehrsangebote weiterhin das Auto, um zur Arbeit zu gelangen.“ Die Notwendigkeit einer Verkehrswende sei in der Gesellschaft zwar bewusst, jedoch fehle nach wie vor die notwendige Konsequenz, diese auch umzusetzen.