Wildeshausen - Mit zwei Duos war der VfL Wildeshausen bei den Nordwestdeutschen Meisterschaften im Beachvolleyball in Hannover vertreten. Beide starteten in der Altersklasse Ü 53, Martin Kumpmann/Frank Gravel erreichten den dritten Platz, Andreas Fortmann/Mike Luner mussten sich mit Rang sieben begnügen.
Bei tropischen Temperaturen traten am vergangenen Samstag lediglich sieben Mannschaften an. In der Vorrunde hatten Fortmann/Luner bereits Pech, verloren ihr erstes Spiel hauchdünn mit 6:15, 15:10 und 12:15 gegen Wigand Krumme/Nils Kuhn und anschließend mit 11:15 und 12:15 gegen die späteren nordwestdeutschen Meister Jörg Dißmann/Ivo Eibele. In den Platzierungsspielen folgten zwei weitere knappe Niederlagen. Für den ersten gemeinsamen Start bei einem Beachturnier waren aber beide mit ihrer Leistung zufrieden.
Besser lief es bei Kumpmann/Gravel. Dabei hatte Kumpmann nach einer langwierigen Infektion im Finger erst zwei Tage vorher von seinem Arzt grünes Licht bekommen. „So konnten wir kein Mal zusammen trainieren“, berichtete Gravel über die suboptimale Vorbereitung. Nichtsdestotrotz klappte die Abstimmung gleich im ersten Spiel erstaunlich gut, so dass gegen Jürgen Hanke/Michael Oldenburg ein deutlicher Zweisatzsieg heraussprang (15:7/15:6). Die beiden folgenden Gruppenspiele gegen Birk Baumberger/Thomas Fritzsche (15:17/15:6) und Jochen Streich/Jörg Wehrstedt (11:15/15:12) endeten jeweils 1:1. Dank der besseren Punktedifferenz zog das VfL-Duo als Gruppenerster ins Halbfinale ein und traf dort etwas überraschend auf die an Position eins gesetzten Jörg Dißmann/Ivo Eibele. Hier führten die Wildeshauser im ersten Satz noch mit 11:9, mussten das Spiel am Ende aber trotz großen Kampfgeistes mit 12:15/10:15 abgeben.
Im Spiel um Platz drei kam es zum Wiedersehen mit dem Gastgeber-Duo Streich/Wehrstedt. Nach einem guten Start (15:7) und einer Führung im zweiten Satz entwickelte sich das Spiel doch noch zu einem offenen Schlagabtausch. Die Hannoveraner glichen zum 11:11 aus. Die Wildeshauser legten danach ständig vor, die Gastgeber zogen aus der Annahme nach. Beim zweiten Matchball misslang schließlich die Annahme des Gegners, und Kumpmann/Gravel bejubelten durch das 16:14 den dritten Platz. „Ohne gemeinsames Training war das ein erfolgreiches Abschneiden“, resümierte Gravel.