Garrel/Chemnitz - Nach einem kräftigen Leberhaken konnte er den Kampf abhaken: Roman Fress, Cruisergewichts-Boxer aus Garrel, hat am Samstagabend seinen WBC-International-Titel verteidigt. Er besiegte in Chemnitz den Österreicher Stefan Nikolic durch K.o. in der neunten von zehn angesetzten Runden. Der Herausforderer war nach einem Leberhaken zu Boden gegangen und ausgezählt worden. Damit kam Fress seinem großen Ziel, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen, ein Stück näher. „Ich bin unglaublich dankbar und stolz, meine erste Titelverteidigung im WBC International gewonnen zu haben. Dieser Sieg gehört nicht nur mir, sondern allen, die mich in dieser intensiven und herausfordernden Zeit unterstützt haben“, sagte Fress.

Der 30-Jährige aus Garrel, der in Magdeburg von dem ehemaligen Supermittelgewichts-Weltmeister Robert Stieglitz trainiert wird, hatte den Kampf in der Halle „Kraftverkehr“ vor etwa 2000 Zuschauern vorsichtig begonnen, hatte Nikolic doch vor neun Jahren schon mal gegen ihn gewonnen.

Und nach der zweiten Runde sah Fress doch etwas gezeichnet aus. Ein unbeabsichtigter Kopfstoß des Österreichers hatte für einen Cut unterm Auge gesorgt, von dem er sich ebenso wenig aus der Bahn werfen ließ wie von dem in der Halle bekanntgegebenen Unentschieden, das die Richter nach vier Runden auf dem Zettel hatten.

Fress schaltete im „Kraftverkehr“ schließlich zwei Gänge hoch und konnte Nikolic, der konditionell unterlegen war, mehr und mehr in Bedrängnis bringen. Dennoch war der Kampf im ehemaligen Karl-Marx-Stadt für Fress ein hartes Stück Arbeit.

Steffen Szepanski
Steffen Szepanski Redaktion Münsterland (Lokalsport)