Oldenburg - Vor einem Jahr mussten sie aus der Ferne zuschauen, wie die Young Rasta Dragons aus Vechta im Doppelpack das Final-Four-Spektakel der Nachwuchs- (NBBL) und der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL) in Frankfurt erleben durften. Jetzt träumen die Baskets Juniors aus Oldenburg doppelt vom Triumph auf der großen Bühne. Mit herausragenden Leistungen haben sich die Teams der Trainer Dimitris Polychroniadis und Dejan Stojanovski für die am kommenden Wochenende in Berlin stattfindenden Duelle der jeweils vier besten U-19- und U-16-Teams qualifiziert.

NBBL-Final-Four-Ticket-Jubel: Mit der Schlusssirene kannte die Freude der Juniors (gelbe Trikots) keine Grenzen.

FINAL-FOUR-EINZUG IN NBBL UND JBBL Baskets Juniors schreiben Oldenburger Basketball-Geschichte

Daniel Norder Jan Zur Brügge
Oldenburg

Die Premiere: „Es ist ein Wahnsinn, dass wir dieses Ziel mit beiden Mannschaften erreicht haben“, sagt Polychroniadis, dessen NBBL-Team vor gut einer Woche mit einem 78:75-Drama im entscheidenden dritten Duell mit Bayer Leverkusen das Ticket für die Kräftemessen in der Hauptstadt gelöst hatte. Parallel machten die JBBL-Talente im Rückspiel bei der SG Bernau-Berlin-Nord mit einem einmal mehr klaren 86:52 den Doppel-Trip der Juniors, für die es die allerersten Final-Four-Teilnahmen sind, perfekt.

Der Titelhunger: „Wir sind schon sehr froh, dabei zu sein – aber wir wollen jetzt noch mehr“, sagt Stojanovski, dessen Team nach 18 Siegen in Serie mit großem Selbstbewusstsein die Duelle in der Sporthalle Charlottenburg angehen darf. Hier eröffnet das Oldenburger Ensemble um Djordje Klaric (gerade zum „Rookie of the Year“ der JBBL gekürt) am Samstag um 11 Uhr das Final-Four-Spektakel gegen die BBA Ludwigsburg. Ab 14 Uhr kämpfen Titelverteidiger Alba Berlin und Ulm um den Einzug ins Finale am Sonntag um 11 Uhr.

Die Rekordsieger

In der NBBL blicken Alba Berlin und das Team Urspring aus Ehingen (Baden-Württemberg) auf je fünf Deutsche Meisterschaften zurück. Dreimal steht Bayern München in der bis ins Jahr 2007 zurückreichenden Siegerliste.

In der JBBL ist Alba Berlin mit drei Erfolgen alleiniger Rekordhalter in der Gewinnerliste seit 2010. Vechta gehört wie Ludwigsburg zu neun Teams, die je einmal triumphierten.

Die Bereitschaft: „Eine starke ausgeglichene Mannschaft mit einem Nationalspieler auf der Centerposition. Sie werden uns alles abverlangen – aber wir sind bereit“, sagt Stojanovski über die Ludwigsburger, die ebenfalls mit beiden Teams vertreten sind. Auch in der NBBL kommt es im Halbfinale am Samstag um 19 Uhr zum Duell der Oldenburger mit der Basketball-Akademie (BBA) aus Baden-Württemberg. Zuvor messen sich ab 16.30 Uhr die Young Rasta Dragons aus Vechta, die 2023 das Finale gegen Alba 75:78 verloren hatten (die JBBL-Auswahl war im Halbfinale Frankfurt 60:68 unterlegen gewesen) mit Bayern München.

Mit elf Punkten war Simon Kohlhoff (hier im ersten Spiel gegen Leverkusen) der zweitbeste Oldenburger Schütze im Rheinland.

PLAYOFF-PLEITE IN LEVERKUSEN Baskets Juniors verpassen Express-Ticket zum NBBL-Finalturnier

Jan Zur Brügge
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An der Linie: Oldenburgs Yanu Slingerland (am Ball) versenkte im JBBL-Spiel zwei seiner sechs Freiwürfe

OLDENBURGER FINAL-FOUR-TRÄUME Playoffs in NBBL und JBBL werden für Baskets Juniors zum Nervenspiel

Daniel Norder Jan Zur Brügge
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Oldenburgs JBBL-Ass Djordje Klaric (am Ball, hier im Hinspiel gegen die SG Bernau-Berlin-Nord) will in der Hauptstadt seine Stärke zeigen.

PLAYOFFS IN NBBL UND JBBL Jetzt geht’s für die Baskets Juniors im Parallelflug um die Final-Four-Tickets

Daniel Norder Jan Zur Brügge
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Die Unterstützung: Die Juniors reisen am Freitag nach Abschlusstraining und Mittagessen im großen Bus der Bundesliga-Profis nach Berlin. Eine organisierte Fantour gibt es laut Stojanovski nicht, aber viele Eltern und Freunde fahren in die Hauptstadt – und der Oldenburger JBBL-Trainer verspricht einen heißen Auftritt: „Wir wollen den Gegnern unser Spiel aufdrücken.“

Jan-Karsten zur Brügge
Jan-Karsten zur Brügge Sportredaktion