Wilhelmshaven/Heidmühle - Der Heidmühler FC hat am Freitagabend das Bezirksliga-Derby beim WSC Frisia vor rund 400 Zuschauern mit 0:2 (0:0) verloren. Geleitet wurde dieses Derby von Schiedsrichterin Lara Wolf, die am vergangenen Sonntag ihr Debüt in der Frauen Fußball-Bundesliga in der Partie Carl Zeiss Jena gegen Werder Bremen (0:1) gefeiert hatte.

Eine spielerisch überzeugende Note konnte dem Spiel an der Jade nicht verliehen werden. „Das ließ der sehr tiefe Rasen im Jadestadion nicht zu. Beide Mannschaften haben sich aber gut bespielt und viel Kampf auf den Rasen gebracht“, sagte Rolf Oppenländer, Leiter Medien beim WSC Frisia. In den ersten 45 Minuten sah er sogar leichte Vorteile beim Gegner. „Zur Pause hätte es durchaus 2:1 für den HFC stehen können“.

Früh im Spiel, schossen die Gäste, nachdem der Frisia-Keeper schon ausgespielt war, noch einen Abwehrspieler auf der Linie an und in der 38. Minute landete ein Freistoß von Marius Preißinger nur an der Querlatte des Frisia-Tores. Etwas Glück hatten die Gastgeber dann auch, dass Thorben Vollers nicht die zweite Gelbe Karte sah.

Den Ball im Blick, den Derbysieg und die Revanche für die Hinspiel-Niederlage im Sinn haben die Fußballer des Heidmühler FC (rot-weiße Trikots).

FUSSBALL-BEZIRKSLIGA Heidmühler FC will im Derby bei Frisia mehr als nur Schadensbegrenzung

Manfred Mietzon Henning Busch
Heidmühle

„Heidmühle hatte die besseren Chancen, wir hatten mit Felix Wiedwald aber einen Keeper zwischen den Pfosten, der unheimlich viel Ruhe ausgestrahlt und eine bärenstarke Leistung abgerufen hat“, sagte Oppenländer.

Gäste-Coach Daniel Oleksyn war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „In der ersten Hälfte war es schon ein Spiel auf Augenhöhe, mit einem Übergewicht von Chancen auf unserer Seite.“

Nach dem Seitenwechsel drückte der HFC weiter aufs Tempo. „Unser Spielkonzept, über die Außen zu gehen, ist voll aufgegangen, da konnten wir Frisia vor Probleme stellen. Nach der Pause haben wir eine Schippe draufgelegt und das Kurzpassspiel forciert“, sagte Oleksyn.

In der 82. Minute landete dann aber eine verunglückte Flanke über dem HFC-Keeper im Tor zur Führung und fünf Minuten später sorgte Tarek El-Ali für den 2:0-Endstand. „Frisia hätte 60 Minuten in Unterzahl spielen müssen und das 2:0 darf aus meiner Sicht auch nicht zählen. Wenn ein Handspiel zu einem Torerfolg führt, darf ein Tor nicht zählen“, ärgerte sich Oleksyn über zwei Fehlentscheidungen aus seiner Sicht: „Die Niederlage ist ärgerlich, denn Frisia hatte praktisch keine Chance und wir verlieren dennoch das Spiel. Über ein Remis hätten sich beide Seiten sicher nicht beschwert.“ Sein Team könne aber auf der guten Leistung aufbauen: „Diese Niederlage wirft uns nicht um.“

Abschließend bilanzierte Oppenländer: „Es war ein sehr intensives Derby, mit vielen Emotionen und Zweikämpfen. Ich glaube, die Zuschauer haben ein packendes Fußballspiel gesehen. Wir sind natürlich sehr froh über den Derbysieg.“

Tore: 1:0 Pascal Buchholz (82.), 2:0 Tarek El-Ali (87.).

Heidmühler FC: Kronsbein - Jason Wollmer, Justin Wollmer, Jashari (82. Nester), Preißinger, Dombrovski, Keno Siebert, Weickert (90.+2 Jakubzik), Veselaj, Gruda, Habben (73. Aaron Siebert).

Andreas Kempe
Andreas Kempe Nordwest-Fußball