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nordwest-zeitung

VfL Stenum jubelt im Fußball-Bezirkspokal Umgefallenes Tor und glücklicher Sieg im Elfmeterschießen

Achtelfinale erreicht: Die Fußballer des VfL Stenum (blaue Trikots) um Lennart Osterloh und Niklas Reckler gewannen in Goldenstedt nach Elfmeterschießen.

Achtelfinale erreicht: Die Fußballer des VfL Stenum (blaue Trikots) um Lennart Osterloh und Niklas Reckler gewannen in Goldenstedt nach Elfmeterschießen.

Michael Hiller

Goldenstedt/Stenum - „So langsam wird der Wettbewerb jetzt richtig interessant“, grinste Lars Möhlenbrock am Mittwochabend. Der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Stenum hat mit seiner Mannschaft das Achtelfinale im Bezirkspokal erreicht. Bei Frisia Goldenstedt setzten sich die Stenumer mit 4:3 (0:0) nach Elfmeterschießen durch. Nicht nur wegen des spannenden Endes konnte von einer denkwürdigen Partie gesprochen werden. Dazu trugen sowohl Stenums Torhüter Thilo Griep-Raming als auch das Torgehäuse im Goldenstedter Huntestadion einen Teil bei.

Wenig Torchancen

Fußballerisch, das muss auch festgehalten werden, war es jedoch nicht wirklich der Pokalschlager. Beide Teams begannen zwar sehr motiviert und versuchten sich im schnellen Kombinationsspiel, dies war allerdings nicht von Erfolg gekrönt. Vieles spielte sich zwischen den beiden „16ern“ ab, Torchancen waren Mangelware. „Goldenstedt stand defensiv gut und hat uns das Leben schwer gemacht“, sagte Möhlenbrock, der bereits frühzeitig Stefan Kulikow verletzungsbedingt auswechseln musste (19.).

„Ruhe bewahren“

Ein Schuss von Simon Kösters nach einem guten Angriff über die rechte Seite (29. Minute) bedeutete die erste Stenumer Möglichkeit überhaupt. Kurz vor der Pause verpasste Niklas Reckler eine Hereingabe von Paul Fuhrken nur haarscharf (42.). Auch wenn zwischenzeitlich aufgrund einer technischen Panne ein 10:0 für Stenum auf der Anzeigetafel leuchtete – die Partie blieb weiter torlos. „Wir müssen nur die Ruhe bewahren“, appellierte der VfL-Trainer an die Geduld seiner Akteure.

Blicken schon auf das Topspiel: Stenums Trainergespann mit Lars Möhlenbrock (von rechts), Elias Schröder und Malte Tönjes

TOPSPIEL IN DER FUSSBALL-BEZIRKSLIGA VfL Stenum gastiert bei Frisia Wilhelmshaven

Michael Hiller
Stenum

Diese hatten im zweiten Abschnitt nach ein paar Umstellungen weiterhin leichte Vorteile, wurden aber nicht wirklich gefährlich. Die beste Chance hatte Fuhrken, der freistehend an Frisia-Torhüter Henrik Wübbeler scheiterte (62.). Zuvor hätte aber auch Goldenstedt in Führung gehen können, als Fin Engelmann – ebenfalls völlig frei – über den Kasten schoss (50.).

Frisia-Tor kippt um

Ein Tor sollte dann doch noch in der 82. Minute fallen – allerdings nur um. Nach einer Fuhrken-Flanke klärte ein Goldenstedter Abwehrspieler mit vollem Einsatz vor Waldemar Kelm und stürzte dabei ins Tor, was daraufhin umkippte. Im Gegensatz zum legendären „Torfall von Madrid“ (1998) konnte der Frisia-Kasten aber binnen weniger Sekunden wieder aufgestellt werden. Für Schmunzler auf und neben dem Spielfeld sorgte die Aktion trotzdem.

Fynn Dohrmann verwandelte den fünften und entscheidenden Elfmeter für Stenum.

Fynn Dohrmann verwandelte den fünften und entscheidenden Elfmeter für Stenum.

Da in der regulären Spielzeit (inklusive fünfminütiger Nachspielzeit) sonst nichts mehr passierte, fiel die Entscheidung vom Elfmeterpunkt. Hier wurde VfL-Torhüter Thilo Griep-Raming zum Matchwinner, wehrte den dritten und fünften Versuch der Goldenstedter ab. Bei Stenum scheiterte zwar Thade Hein ebenfalls in Runde drei, dafür trafen aber Luca Liske, Torben Würdemann, Simon Kösters und Fynn Dohrmann – und schossen die Stenumer ins Achtelfinale. Wann und gegen wen es weiter geht, ist noch offen – fest steht aber: „Wir haben Bock drauf“, betont Möhlenbrock.

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)
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