Heidmühle - Wer am Sonntagmorgen einen Blick auf den Kunstrasenplatz im Klosterpark in Heidmühle geworfen hat, hätte nicht erwartet, dass dort am Nachmittag ein Fußball-Bezirksligaspiel hätte stattfinden können. Der Starkregen des vergangenen Tages hatte das Korkgranulat nach oben gespült. Das Grün war ein Braun geworden und entsprechend rutschig. Es ist nicht das erste Mal, dass das Korkgranulat für Ärger sorgt.
Fünf Stunden Arbeit mussten zahlreiche Helfer des Heidmühler FC, teilweise mit schwerem Gerät, investieren, um am frühen Nachmittag endlich den Platz freigeben zu können. Die Bezirksliga-Kicker von Trainer Daniel Oleksyn bedankten sich artig und schenkten dem TSV Großenkneten zum Saisonbeginn in den ersten zwölf Minuten bereits zwei Tore ein. Vier weitere sollten in den zweiten 45 Minuten folgen. Ein Start nach Maß.
HFC etwas zu unpräzise
Zufrieden wirkte HFC-Trainer Daniel Oleksyn schon nach den ersten 45 Minuten. Zwei Treffer und die eine oder andere gute Gelegenheit, bei der der Ball etwas zu unpräzise in die Spitze gespielt wurde, sorgten für entspannte Gesichtszüge beim Heidmühler Coach. Justin Wollmer hatte nach nur acht Minuten den Ball nach einem Freistoß aus kurzer Distanz versenkt, Henrik Wendt legte mit einem Kopfball nach Eckstoß von Johannes Wielspütz nur vier Minuten später nach.
Und in der Abwehr? Da ließ die Klosterpark-Elf so gut wie gar nichts anbrennen. Die Neuzugänge Justin Tjardes auf der linken Abwehrseite und Kermaluddin Gruda auf rechts gaben der Defensive spürbar mehr Sicherheit, als dies noch in der vergangenen Saison der Fall gewesen war. Da hatten sich die Heidmühler anfällig gezeigt und waren immer für ein Gegentor gut.
Übersicht und vor allem Sprint- und Aktionsschnelligkeit der beiden neuen Verteidiger beeindruckten. Zudem schaltete sich Gruda immer auch wieder in die Angriffe ein und sorgte für Gefahr.
Acht Minuten, drei Tore
Justin Wollmer indes stresste die Defensive auf der Gegenseite gewaltig. Und die machte Fehler. So führte ein Eigentor durch Yannick Bauer nach einem Eckstoß in der 61. Minute zur komfortablen 3:0-Führung. Aaron Siebert (84.), Marius Preißinger (88.) und der nach vielem Hick-Hack doch zum HFC gewechselte ehemalige Kapitän des SV Wilhelmshaven, Max Weickert (92.), machten den Kantersieg perfekt.
„Natürlich ist das ein Saisonstart, wie man sich ihn wünscht. Ich hatte vor dem Spiel nur eine Sache gefordert: eine geschlossene Mannschaftsleistung. Und meine Jungs haben geliefert, auch wenn das Ergebnis etwas zu hoch ausgefallen ist“, stellte HFC-Trainer Daniel Oleksyn zufrieden fest