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nordwest-zeitung

Oberliga-Aufsteiger unterliegt 0:1 bei Spelle-Venhaus Bittere SVW-Niederlage in der Nachspielzeit

Ervin Catic und die Oberliga-Fußballer des SVW standen einmal mehr mit leeren Händen da.

Ervin Catic und die Oberliga-Fußballer des SVW standen einmal mehr mit leeren Händen da.

Björn Lübbe

Wilhelmshaven - Eine alte Fußballer-Weisheit sagt: Hast du Scheiße am Schuh, dann hast du Scheiße am Schuh. Ein Lied davon können auch die Oberliga-Kicker des SV Wilhelmshaven singen. Zum Rückrunden-Auftakt beim SC Spelle-Venhaus war der Aufsteiger aus der Jadestadt am späten Freitagabend nicht die schlechtere Mannschaft – stand am Ende aber trotzdem mit leeren Händen da.

Joker Artem Popovtrifft in der 94. Minute

In der vierten Minuten der Nachspielzeit in einem „typischen 0:0-Spiel“ (SVW-Coach Florian Schmidt) klatschte das Leder nach einem Distanzschuss des eingewechselten Venhausers Artem Popov an den Innenpfosten und trudelte von dort ins Tor. „So läuft das im Fußball, wenn du oben stehst“, sagte Schmidt nach dem Abpfiff. Einen Vorwurf wollte er seinem Team nicht machen. „Wir haben bravourös gekämpft und nur sehr wenig zugelassen. Eine ganz bittere Niederlage für uns.“

Der Siegtreffer der Gastgeber, die beim ersten Aufeinandertreffen einen Punkt aus dem Jadestadion mitgenommen hatten (2:2), war ein Stück weit symptomatisch für die aktuelle Lage beim SVW. Ein weiter Spelle-Einwurf in den Strafraum war eigentlich schon geklärt, so wichtig klären konnten die Jadestädter die Situation aber nicht. Schmidt: „Gefühlt stehen da 21 Mann im und um unseren Strafraum herum, und der Schuss von Popov geht an Freund und Feind vorbei irgendwie ins Tor. Da hast du dann auch keine Worte mehr.“

Bis dahin hatten die Gäste die Aufgabe mehr als ordentlich gelöst. Eigene Torchancen waren zwar Mangelware, da auf der Gegenseite aber ebenfalls nur wenig passierte, schien der Schmidt-Matchplan aufzugehen. „Wir hatten die Defensive ganz bewusst in den Fokus gestellt.“

Und hier kompensierte der Aufsteiger das Fehlen der gesperrten Taik Kojic und Feras Allamushi gekonnt. Schmidt: „Vor dem Anpfiff hatte ich befürchtet, dass wir durch die notwendigen Umstellungen mehr Probleme kriegen würden. Aber die Jungs, die zuletzt eher weniger gespielt haben, haben ihre Chance genutzt.“

SVW: Reck – Roschlaub, Boungou (87. Hazimi), Agombire, Berling, Papachristodoulou, Catic, N’Diaye, Gaiu, Edu (90.+2 Markovic), Jonjic (85. Gherman)

Tor: 1:0 A. Popov (90.+4)

Carsten Conrads
Carsten Conrads Sportredaktion
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