Oldenburg - Früh aufstehen muss, wer Atlas Delmenhorst schlagen will: Was oftmals sprichwörtlich angeführt wird, gilt an diesem Sonntag auch buchstäblich für die Fußballer des VfL Oldenburg. Um die Möglichkeit zu minimieren, dass sich Hooligans aus dem Umfeld des Delme-Clubs und des um 12 Uhr bei Hannover 96 II spielenden Regionalligisten VfB Oldenburg begegnen, wurde die Anstoßzeit des Oberliga-Duells auf Drängen der Polizei von 15 Uhr in den Vormittag gelegt. Um 10.15 Uhr geht es los, so dass sich das VfL-Team bereits um 9 Uhr zur Vorbereitung im Hans-Prull-Stadion trifft.
Keine Probleme
„Die frühe Anstoßzeit dürfte für beide Mannschaften kein Problem sein“, meint VfL-Trainer Patrick Degen und ergänzt mit Blick auf sogar deutlich frühere Treff-Termine vor dem ein oder anderen Auswärtsspiel: „Wir haben in diesem Jahr schon um 14 Uhr in Schöningen und in Vorsfelde gespielt. Da sind wir ja auch früh in Oldenburg losgefahren.“
Probleme
Ziemlich schlafmützig agierten die Delmenhorster nach dem Wiederabstieg in die Oberliga in der ersten Saisonhälfte. Nach dem letzten Spiel in 2023 lagen sie nur auf Platz zehn und hatten sieben von 14 Partien verloren. „Atlas hatte zu Beginn der Saison Probleme“, sagt Degen über die Gäste: „Sie haben aber trotz der Abgänge nach dem Abstieg im letzten Sommer immer noch einen Regionalliga-Kader.“
Neuerungen
In der Winterpause drehte die sportliche Führung an den entsprechenden Stellschrauben. In Daniel Hefele (FSV Luckenwalde), Steffen Rohwedder (SC Wiedenbrück) und Ibrahim Temin (Frisia Wilhelmshaven, davor Jeddeloh und VfB) wurden drei erfahrene Regionalliga-Spieler verpflichtet. In der Folge gewann Atlas neun Spiele, verlor nur noch zwei und lauert im Kampf um Relegationsplatz zwei hinter Bersenbrück (beide 27 Spiele/50 Punkte) und Hildesheim (27/52) auf Position vier. „Für mich war immer klar, dass Atlas um den Aufstieg mitspielen wird“, betont Degen.
Keine Neuerungen
Für ein positives Ergebnis müssen die VfLer (28/36/11. Rang) zu früher Stunde frisch, fröhlich und frei, aber keinesfalls fromm zu Werke gehen – und können das eventuell mit der Formation, die zuletzt Primus Kickers Emden (25/62) beim 1:2 fast stolpern ließ. „Der ein oder andere Spieler war zwar am Wochenanfang etwas angeschlagen. Aber es schaut so aus, als wenn alle, die gegen Emden im Kader standen, auch jetzt wieder dabei sein können“, hofft Degen. Dieselbe Startelf wie vor einer Woche aufzubieten, wäre ein Novum in dieser Saison – so wie die frühe Anstoßzeit.