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nordwest-zeitung

2:0-Erfolg im Bezirksligaderby WSC Frisia siegt im Abnutzungskampf gegen Heidmühler FC

Thomas Van Lengen
Einen Schritt voraus: Lucas Janßen (in Blau) feierte mit dem WSC Frisia einen 2:0-Erfolg über den Heidmühler FC  um Marius Preißinger (in Rot dahinter).

Einen Schritt voraus: Lucas Janßen (in Blau) feierte mit dem WSC Frisia einen 2:0-Erfolg über den Heidmühler FC um Marius Preißinger (in Rot dahinter).

Björn Lübbe

Wilhelmshaven/Heidmühle - Die Fußballer des Wilhelmshavener SC Frisia haben auch das Rückspiel gegen den Heidmühler FC für sich entschieden. In einer emotionsgeladenen Bezirksliga-Begegnung behielten die Jadestädter am Freitagabend nach zwei späten Treffern von Pascal Buchheim (82.) und Tarek-El Ali (87.) die Oberhand. Benjamin Blasczyk, Co-Trainer der Frisianer, sprach nach dem Schlusspfiff von einem verdienten 2:0 (0:0)-Sieg seiner Mannschaft. „Wir haben es am Ende ein bisschen mehr gewollt“, erklärte er überzeugt. Daniel Oleksyn, Trainer des Heidmühler FC, sah das allerdings ganz anders. „Frisia hat völlig unverdient gewonnen“, ärgerte er sich. „Ich bin froh, dass so viele Zuschauer im Stadion waren, die das Spiel auch gesehen haben. Es ist langsam einfach nervig, so etwas zu erklären und zu erläutern. Irgendwann nimmt uns ja niemand mehr für voll.“ Was war passiert?

Wie lief das Spiel in der ersten Halbzeit ?

Die Anfangsviertelstunde gehörte klar den Gastgebern, die im Tor auf Felix Wiedwald vertrauten. Der 34-Jährige ehemalige Bundesligakeeper, der unter anderem bei Werder Bremen, Eintracht Frankfurt aber auch beim englischen Zweitligisten Leeds United zwischen den Pfosten gestanden hat, war sicherlich einer der Unterschiedsspieler auf dem Platz. Nachdem Dimitiros Ferfelis nach gut zehn Minuten die Chance zum 1:0 verpasste, rückte der Frisia-Schlussmann gegen erstarkende Heidmühler mehr und mehr in den Blickpunkt. Doch als er einmal schon geschlagen war, klärte ein Feldspieler des WSC in höchster Not auf der Linie. „Das war natürlich bitter“, erklärte Daniel Oleksyn. Bei einem Lattentreffer von Marius Preißinger hatten die Wilhelmshavener zudem das nötige Glück. Auf der anderen Seite musste Leon Kronsbein im Tor der Gäste zweimal retten.

Woran entzündete sich der Ärger der Heidmühler ?

Der Ärger des HFC-Coaches entzündete sich allerdings an einem Foul von Thorben Vollers (37.). Schiedsrichterin Lara Wolf ahndete die Tat des bereits Gelb-verwarnten WSC-Spieler nicht. „Das war glasklar Gelb-Rot“, echauffierte sich Oleksyn und auch die Verantwortlichen des WSC mussten nach Ansicht des Videomaterials tags darauf einräumen, dass der Spieler hier hätte vom Platz gestellt werden müssen. Doch die Chance, die Szene noch einmal in voller Länge zu betrachten, hatte die Unparteiische nicht. WSC-Trainer Jürgen Hahn reagierte umgehend und nahm Vollers sicherheitshalber vom Feld. Zur Pause stand das durchaus leistungsgerechte 0:0.

Was passierte in den zweiten 45 Minuten ?

„In der zweiten Halbzeit entwickelte sich ein „richtiger Derbyfight. Das war ein Abnutzungskampf. Beide Mannschaften haben alles reingeworfen. Auch der HFC hat ein Riesenspiel gemacht“, erklärte Benjamin Blasczyk anerkennend. Der für Vollers eingewechselte Pascal Buchheim sorgte acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit für jubelnde Frisianer, als sich eine von ihm etwas verunglückte Flanke für Ferfelis über Torwart Kronsbein ins lange Eck senkte. „Bis dahin hatte Frisia keine Torchance“, sagte Oleksyn. Tarek El-Ali machte nur fünf Minuten später alles klar, als er nach einem Freistoß von Florian Stütz in einer unübersichtlichen Situation im Strafraum das Leder über die Torlinie stocherte (87.). Die HFC-Verantwortlichen monierten dabei ein vermeintliches Handspiel, der Pfiff indes blieb aus.

Und so durfte Frisia am Ende drei Punkte feiern, während der Heidmühler FC weiter durch die Saison taumelt. „Wir stehen wieder ohne Punkte da. Aber auf die Leistung können wir aufbauen. Diese Niederlage wird uns nicht zurückwerfen“, war sich Oleksyn sicher.

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