Elsfleth - In allerletzter Sekunde haben die Verbandsliga-Handballer des Elsflether TB am Samstag ihr Auswärtsspiel beim Wilhelmshavener SSV mit 33:32 (12:16) gewonnen. Fynn Rodiek verwandelte den entscheidenden Siebenmeter. Der ETB ist mit 11:3 Punkten nun Spitzenreiter. Allerdings hat der Zweite SG Bremen-Ost (10:2) einen Minuspunkt weniger gesammelt.
Zu viel Freiraum
„Wir haben in der Abwehr nicht gut ins Spiel gefunden“, räumte ETB-Trainer Sascha Klostermann ein. Seine Mannschaft hätte dem gegnerischen Rückraum zu viel Freiraum gewährt. Auch das Spiel über den Kreis hätten sie nicht energisch genug unterbunden. Dazu kamen Ungenauigkeiten im eigenen Angriff. Niemand übernahm Verantwortung für das eigene Aufbauspiel. Viele Fehlpässe waren die Folge. Mit einem 12:16-Rückstand ging es in die Pause.
Umstellung
Klostermann stellte nach Wiederanpfiff in der Deckung auf eine 5:1-Formation mit Florian Völkers als Spitze um. Der Erfolg blieb zunächst aus, aber zumindest wuchs der Rückstand nicht weiter an.
Dann setzte der Elsflether Coach noch einen drauf und ließ die beiden Wilhelmshavener Rückraumschützen Justin Pascal Herrmann (10 Tore) und Stig Lübben (5) offensiv decken. Diesmal mit mehr Erfolg. Mit einem 7:1-Zwischenspurt ging der Elsflether TB erstmals in dieser Partie in Führung.
Rüdes Foul
Entschieden war die Begegnung aber noch lange nicht. Bis zum Ende blieb der WSSV auf Tuchfühlung und erzielte 21 Sekunden vor dem Ende das 31:31. Im letzten Angriff der Partie wurde Lucas Rüdebusch beim Torwurf aber derart rüde gefoult, so dass die Schiedsrichter auf Siebenmeter für Elsfleth entschieden.
Die Sirene ertönte bereits, aber der Strafwurf musste noch ausgeführt werden. Fynn Rodiek gab sich keine Blöße und versenkte eiskalt.
„Am Ende war es ein Kampfsieg“, sagte Klostermann. Einstellung, Mentalität und Einsatz hätten gestimmt. Über die einzelnen Fehler schaute er hinweg. „Über weite Strecken haben wir ein gutes Spiel gemacht. Immerhin hat Wilhelmshaven auch richtig gute Spieler in seiner Mannschaft.“
ETB: Marcel Völkers, Krey – Oberegger (10/1), Küpker (9), Florian Völkers (4), Schwarting (3), Mattis Tolck (3), Rodiek (2/2), Böck (1), Rüdebusch (1), Blohm, Mansch, Bolte, Palkowski.
Spielstationen: 6:4 (11.), 12:9 (21.), 16:12 (30.), 18:15 (38.), 22:19 (43.), 23:26 (50.), 32:33 (60.).