Oldenburg - Das „Soccerland“ hat am Donnerstag eine kleine Zeitreise unternommen. Die Fußball-Halle im Sportpark Donnerschwee, die bis 2004 eine Tennishalle war, wurde nämlich in eine Tennis-Arena umfunktioniert. Und nicht nur die spielerischen Übungs- und Spielstationen bei der Ehrungsveranstaltung ihres Jugend-Förderpreises beförderten Schirmherrin Anna-Lena Herzgerodt kurzfristig gedanklich in die Vergangenheit. Die ehemalige French-Open- und Wimbledon-Siegerin im Mixed hatte in ebendieser Halle als Jugendliche – unter ihrem Geburtsnamen Grönefeld – bereits Lehrgänge absolviert. „Da kommen Erinnerungen hoch“, sagte die 39-Jährige, die aus Nordhorn stammt.
Euphorie befeuern
Statt um Vergangenes ging es aber eher um den Blick in die Zukunft: Zum siebten Mal vergab die „Öffentliche“ den Förderpreises für hervorragende Nachwuchsarbeit im Jugendsport. Mit dem Preis möchte der Versicherer insbesondere die Ehrenamtlichen in den Vereinen würdigen, die sich darum kümmern, dass sich Kinder und Jugendliche dem Sport zuwenden und – im wahrsten Sinne des Wortes – am Ball bleiben und womöglich selbst eines Tages erfolgreich in Wimbledon spielen.
Eröffneten die Siegerehrung: Moderator Manfred Scholz (rechts) befragt Mitinitiator Jürgen Müllender, Vorstandsvorsitzender der „Öffentlichen“
Mathias Freese
Der 1. Preis ging an den TC Edewecht
Mathias Freese
Der 1. Preis ging an den TC Edewecht
Mathias Freese
2. Preis: der TC Dinklage
Mathias Freese
2. Preis: der TC Dinklage
Mathias Freese
3. Preis: Der Oldenburger TeV
Mathias Freese
Bringt sich beim TC Altona Wildeshausen ein: Stefan Marowsky (fast ganz links) erhielt den Ehrenpreis für engagierte Trainer.
Mathias Freese
Bringt sich beim TC Altona Wildeshausen ein: Stefan Marowsky (hinten, links) erhielt den Ehrenpreis für engagierte Trainer.
Mathias Freese
Sechs Vereine erhielten Sonderpreise für kreative Bewerbungen.
Mathias Freese
Sechs Vereine erhielten Sonderpreise für kreative Bewerbungen.
Mathias Freese
Sechs Vereine erhielten Sonderpreise für kreative Bewerbungen.
Mathias Freese
Sechs Vereine erhielten Sonderpreise für kreative Bewerbungen.
Mathias Freese
Sechs Vereine erhielten Sonderpreise für kreative Bewerbungen.
Mathias Freese
Sechs Vereine erhielten Sonderpreise für kreative Bewerbungen.
Mathias Freese
Vor und nach der Siegerehrung konnten die Tennis-Talente sich an verschiedenen Übungs- und Spielstationen ausprobieren und ihrem Hobby nachgehen.
Mathias Freese
Vor und nach der Siegerehrung konnten die Tennis-Talente sich an verschiedenen Übungs- und Spielstationen ausprobieren und ihrem Hobby nachgehen.
Mathias Freese
Vor und nach der Siegerehrung konnten die Tennis-Talente sich an verschiedenen Übungs- und Spielstationen ausprobieren und ihrem Hobby nachgehen.
Mathias Freese
Vor und nach der Siegerehrung konnten die Tennis-Talente sich an verschiedenen Übungs- und Spielstationen ausprobieren und ihrem Hobby nachgehen.
Mathias Freese
Vor und nach der Siegerehrung konnten die Tennis-Talente sich an verschiedenen Übungs- und Spielstationen ausprobieren und ihrem Hobby nachgehen.
Mathias Freese
Vor und nach der Siegerehrung konnten die Tennis-Talente sich an verschiedenen Übungs- und Spielstationen ausprobieren und ihrem Hobby nachgehen.
Mathias Freese„Ich habe selbst Kinder, und wie euphorisch die zum Fußball und zum Badminton gegangen sind, hatte immer damit zu tun, wie engagiert die Trainer das ganze betreuen“, sagte Jürgen Müllender, Vorstandsvorsitzender der „Öffentlichen“ und Mitinitiator des Förderpreises vor knapp zehn Jahren.
Nach Mädchenfußball, Turnen, Leichtathletik, Handball, Schwimmen und Tischtennis konnten sich diesmal Vereine mit einer Tennis-Jugendabteilung bewerben – und fast 20 folgten dem Aufruf. Die Sieger-Auswahl war eine schwierige Entscheidung, betonte Moderator Manfred Scholz vom Oldenburger Bürgersender Oeins, der durch den Nachmittag führte und selbst Teil der Jury war. Neben ihm saßen Vertreter des Tennis-Verbands Niedersachsen-Bremen sowie Müllender, Mit-Organisator Uli Skrowny und Mathias Freese von der Nordwest-Zeitung in der Jury.
Ehrenamt wichtige Kraft
Über den Hauptpreis von 3000 Euro freuten sich die Mitglieder des TC Edewecht, den zweiten Platz und 2000 Euro gewann der TC Dinklage, Rang drei und 1000 Euro gingen an den Oldenburger TeV.
Ehrenamt sei eine Kraft, ohne die das Land und vor allem der organisierte Sport so nicht funktionieren würde, betonte Moderator Scholz. Aus diesem Grund werde ein Ehrenpreis für einen besonders engagierten Trainer oder eine Trainerin ausgerufen, die Kindern Freude am Sport vermitteln. Auch Herzgerodt betonte, dass sie immer solche Trainer hatte: „Da kann ich mich sehr glücklich schätzen“, sagte sie.
Dieser Ehrenpreis ging an Stefan Marowski vom TC Altona Wildeshausen. Der Club hatte vor wenigen Jahren – wie einige andere Vereine auch – fast vor dem Aus gestanden, nur noch wenige Kinder waren da. Marowski machte daraufhin einen Trainerschein, den der Verein finanzierte, und hat seitdem eine Nachwuchsabteilung aufgebaut, die fast an ihre Grenzen stößt. „Ich habe ein tolles Team, einen tollen Vorstand, tolle Kinder und tolle Eltern, die mir das ganz einfach machen“, betonte Marowski, dass zu einem erfolgreichen Projekt oft viele Hände beitragen.
Zusätzlich gab es Preise für besonders kreative Bewerbungen: Gutscheine für Sportartikel erhielten TC BW Oldenburg (1500 Euro), TSG Hatten-Sandkrug (1000 Euro), TV Bookholzberg und TC Altenoythe (je 750 Euro), Lemwerder TV und OTeV (je 400 Euro).
Nach der Siegerehrung stand Tennis-Star Herzgerodt für Autogramme und Selfies zur Verfügung, so dass die Talente von heute sich auch in 20 Jahren noch an diesen tollen Tennis-Nachmittag im „Soccerland“ erinnern.