Oldenburg - Das Hallenfußballturnier für Traditionsmannschaften in Oldenburg bleibt eine Angelegenheit der Familie Burdenski. Nachdem der frühere Torwart von Werder Bremen und der deutschen Nationalmannschaft, Dieter Burdenski, am 9. Oktober im Alter von 73 Jahren überraschend gestorben war, übernehmen nun seine Kinder die nach ihm benannte Agentur Burdenski Events in Stuhr (Kreis Diepholz). Die Agentur richtet seit 2004 in Oldenburg Hallenturniere aus – das nächste am Freitag, 3. Januar 2025, in der großen EWE-Arena.
Das Turnier beginnt am Freitag, 3. Januar, um 15.30 Uhr, das Ende ist für 20.30 Uhr geplant. In der großen Arena finden bei dem Wettbewerb 5469 Menschen Platz, ein Großteil der Tickets ist laut Veranstalter bereits vergriffen.
In der Gruppe A sind Werder Bremen, der FC St. Pauli und der Hamburger SV am Start, in der Gruppe B spielen der VfB Oldenburg, Hannover 96 und die Bundesliga Allstars. Es wird nach dem Modus „jeder gegen jeden“ gespielt, die beiden besten Teams jeder Gruppe erreichen das Halbfinale. Auf dem Feld stehen vier Feldspieler und ein Torwart, die Spieldauer beträgt jeweils 2x10 Minuten.
Ob der TV-Sender Sport 1 wie in den Vorjahren live überträgt, ist laut Fabian Burdenski noch nicht sicher, werde sich aber „in den nächsten sieben bis zehn Tagen“ entscheiden.
Karten: www.nordwest-ticket.de
Übergabe war geplant
„Wir werden viele Dinge im Sinne unseres Vaters fortführen, einige Dinge werden wir anders machen“, sagte Carina Burdenski am Donnerstag in Oldenburg an der Seite ihres Bruders Fabian Burdenski. Der Turniersponsor, die Versicherung „Öffentliche“, hatte eingeladen, um Näheres zur kommenden Turnierauflage zu bekanntzugeben. Öffentliche-Vorstandschef Jürgen Müllender erinnerte an die vielen Gespräche und Begegnungen, die er im Laufe der Jahre bei dem Turnier mit Dieter Burdenski hatte und bat bei der Pressekonferenz alle Anwesenden, sich für eine Schweigeminute zu erheben. Müllender betonte außerdem, er wolle das Turnier auch über die Austragung im kommenden Januar hinweg mit der nun anders aufgestellten Burdenski-Agentur fortführen.
Neben dem alljährlich in Oldenburg stattfindenden Turnier organisiert die Agentur (sieben Mitarbeiter) noch weitere Turniere sowie Trainingslager und Freundschaftsspiele. Die Übergabe der Agentur vom Vater an die Kinder sei für die nächsten zwei bis drei Jahre geplant gewesen, sagte Carina Burdenski, die bislang in der PR- und Kommunikationsbranche tätig war. Durch den plötzlichen Tod des Vaters werde diese Übernahme nun vorgezogen.
Einst VfB und Jeddeloh
Ihr Bruder Fabian spielte einst in der Jugend von Werder Bremen sowie später im Herrenbereich unter anderem für den VfB Oldenburg (2011/12) und den SSV Jeddeloh (2018/19). In dieser Saison ist der 33-Jährige für den Fünftligisten Bayern Alzenau aktiv, der geographisch zwar in Nordbayern angesiedelt ist, aber am Spielbetrieb der Hessenliga teilnimmt. Ob er dort noch weiterhin spielt, wollte Burdenski am Donnerstag nicht sagen – schließlich würden gerade Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen über genau diese Frage laufen.
Beim Turnier am 3. Januar sind sechs Teams am Start. Bei den Werder-Legenden (so heißt inzwischen die Traditionsmannschaft der Bremer) sollen laut Veranstalter unter anderem Nelson Valdez (er war am Donnerstag ebenfalls nach Oldenburg gekommen), Felix Wiedwald und Philipp Bargfrede auflaufen, trainiert wird das Team von Thomas Schaaf. Die Zusage von Dauergast Ailton steht noch aus.
Für den FC St. Pauli sollen neben anderen auch Ivan Klasnic und Timo Schultz spielen. Beim Hamburger SV sind Benjamin Lauth, Ingo Hertzsch und Roy Präger mögliche Teilnehmer, bei Hannover 96 Altin Lala. Für das Team „Bundesliga Allstars“ hätten David Odonkor, Dariusz Wosz und Kevin Großkreutz bereits zugesagt, weitere mögliche Spieler seien Timo Hildebrand, Ze Roberto und Paulo Sergio. Beim sechsten Teilnehmer, der Traditionsmannschaft des VfB Oldenburg, steht der genaue Kader noch nicht fest.