Bergrheinfeld - Das ist eine Sensation: Die A-Jugend der SG Großenmeer/Oldenbrok ist am Wochenende Deutscher Meister im Korbball geworden. Ein außergewöhnlicher Triumph! Im Finale besiegten sie am Sonntag den VfL Niederwerrn mit 11:5.

Yvonne Fehner aus dem Trainerinnenteam der SG hatte vor dem Turnier in Bergrheinfeld gesagt, dass ihre fast ausschließlich mit B-Jugendspielerinnen und Spielerinnen des jüngeren A-Jugend-Jahrgangs besetzte Mannschaft, zum Lernen anreise. Sie musste feststellen, dass die Lernkurve ihres Teams sehr hoch ist. „Wir sind Schnelllernerinnen“, sagte sie.

Die Erwartungen vor dem ersten Auftritt des Teams bei deutschen Titelkämpfe waren also gering. Doch nachdem die Spielgemeinschaft aus der Gemeinde Ovelgönne mit einer Niederlage in das Turnier in Bergrheinfeld gestartet war, fuhr sie mit konzentrierten Leistungen drei Siege ein.

„Wir konnten es mit Abpfiff des Finales erst gar nicht glauben, dass wir Deutscher Meister geworden sind“, sagte Trainerin Julia Kikker. „Unsere Mädels sind im Verlauf der Meisterschaft über sich hinausgewachsen und haben mit viel Selbstvertrauen und Kampfgeist eine großartige Mannschaftsleistung abgeliefert“, meinte sie.

„Auch sind wir unseren tollen Fans wahnsinnig dankbar. Man hat gemerkt, dass die Anfeuerung und Unterstützung von außen unser Team noch einmal mehr motiviert hat. Wir brauchen sicherlich noch ein paar Tage, bis sich die Stimme wieder erholt hat und wir die Eindrücke verarbeitet haben. Was aber bleibt ist, dass wir sehr stolz auf unsere Mädels sind und uns schon jetzt auf die kommende Saison freuen“, sagte sie.

Ein dickes Lob gab es auch von Niederwerrns Trainerin Steffi Philipp. „Großenmeer/Oldenbrok hat sich letztlich mit einer überragenden Wurfleistung am zweiten Tag zu Recht den Titel geholt“, sagte sie.

Damit nicht genug: Eske Rehberg kann sich zusätzlich über den Pokal als beste Werferin in der Altersklasse freuen. Es war das Sahnehäubchen auf ein erfolgreiches und aufregendes Wochenende, an dem sich die SG im Vergleich zur regulären Saison noch einmal gesteigert und alle Erwartungen übertroffen hat.

Vorrunde: VfL Niederwerrn – SG Großenmeer/Oldenbrok 7:5. Die Aufregung war den Spielerinnen der SG zunächst anzusehen. Sie starteten nervös in ihr erstes Spiel am Samstag. Trotz einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit unterlagen sie dem bayerischen Meister.

SG Großenmeer/Oldenbrok – TuS Langenholzhausen 13:3. Die SG stand wegen der Auftaktniederlage unter Druck. Doch die Spielerinnen hielten diesem Stand. Sie zeigten eine konzentrierte Leistung und glänzten mit präzisen Würfen. Sie strahlten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Sicherheit aus. Die SG beendete die Gruppenphase auf Platz zwei.

Halbfinale: TuS Helpup – SG Großenmeer/Oldenbrok 4:13. Im Halbfinale am Sonntag zeigte die Mannschaft erneut eine sehr konzentrierte Leistung. Mehr noch: Sie brillierte im Angriff und der Abwehr. „Ich war beeindruckt, mit welcher Konzentration und Abgeklärtheit die Mädels das Spiel gestaltet haben“, lobte Trainerin Julia Kikker.

Finale: SG Großenmeer/Oldenbrok – VfL Niederwerrn 11:5. Im Finale trat die SG dann erneut auf den Gegner aus der Vorrunde. Obwohl sie das erste Duell verloren hatten, agierten die Spielerinnen aus der Wesermarsch vor 700 Zuschauern mutig. Auch dank der Unterstützung der mitgereisten Fans strahlte die Mannschaft Selbstvertrauen aus. Obwohl die gegnerische Korbfrau Emily Schlager eine starke Leistung zeigte, kam die SG zu Korberfolgen.

Niederwerrn bot ein variables Angriffsspiel. Aber die SG zeigte ein kompakte Abwehrleistung. Korbfrau Jette Griestede wehrte viele Würfe ab und ließ dem Gegner nur wenige Chancen im Angriff. Außerdem traf die SG aus der Distanz. Der Jubel nach dem Ende der Partie war riesig.

SG Großenmeer/ Oldenbrok: Jette Gristede, Julia Säger, Eske Rehberg, Saskia Lagerin, Vanessa Lagerin, Lisa Engelbart, Marianne Warns, Merle Rekowski, Nora Maaziz, Cellina Paskurnyj. Trainerinnen: Julia Kikker, Yvonne Fehner, Marion Beyer