Emden - Es ist ein Riesenspiel, was auf Kickers Emden in einer Woche zurollt: Mit Drittligist VfL Osnabrück kommt ein attraktiver Gegner im Halbfinale des Niedersachsenpokals. 4000 Karten sind für das Spiel am 6. November (19 Uhr) schon weg. Und für beide Mannschaften gilt: Zwei Siege noch, dann steht der Sieger in der ersten Runde des DFB-Pokals.
Für viele Fans ist es das vorweggenommene Endspiel im Niedersachsenpokal. Im anderen Halbfinale trifft der SSV Jeddeloh in Lohne auf Blau-Weiß. Auch wenn der eine oder andere Fan nach Lohne schielt, das Hauptaugenmerk wird sicherlich auf das Ostfriesland-Stadion gerichtet sein. Nicht zuletzt die Ankündigung des VfL-Fanbeauftragten, dass bis zu 1500 Osnabrücker (bisher über 800 Karten verkauft) den Weg nach Emden auf sich nehmen könnten, sorgt für Euphorie hier vor Ort. „Organisatorisch haben wir alles im Griff und sind gut aufgestellt“, sagte Kickers-Marketingchef Nils Janzen.
Bis Dienstagfrüh waren über 4000 Karten für die Partie an den Mann gebracht worden. „Wir werden sehen, mit wie vielen Fans Osnabrück kommt“, ergänzt Janzen. Auf jeden Fall wäre der Gästeblock bei 2000 Fans rappelvoll, mehr geht nicht. Aufgrund der Signale aus Osnabrück hoffen die Emder Verantwortlichen, dass viele Fans von Kickers ebenfalls dem Spiel vor Ort folgen wollen. Der Vorverkauf spricht dafür Bände, ist ähnlich groß wie im ersten Saisonspiel gegen den SV Meppen, da waren 6200 Zuschauer im Ostfriesland-Stadion.
Angesagt zu einem Besuch des Pokalkrachers in Emden haben sich auch Fans aus Meppen. Doch nicht nur die Fanfreundschaft mit Kickers Emden ist ein Grund dafür. Osnabrück kegelte in der Nachspielzeit im Viertelfinale den SV Meppen mit 1:0 aus dem Pokalwettbewerb. Dazu kommt, dass Fans aus Meppen und Osnabrück keine Freundschaft untereinander pflegen. Und Block 5 im Ostfriesland-Stadion hat sich in den letzten Heimspielen auch schon mit Schmähgesängen auf den VfL eingestellt. Nicht zuletzt aufgrund dieser Lage stuft die Polizeiinspektion Leer/Emden die Partie auch als Risikospiel ein.