Wildeshausen - Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen hatte in den vergangenen Wochen an einigen Dingen zu knabbern: Unglückliche Gegentore, die eigene Abschlussschwäche, mehrere strittige Schiedsrichterentscheidungen – die Gründe waren vielschichtig, warum der Aufsteiger von den jüngsten fünf Partien keine gewann. „Wir müssen gewissen Dinge nachträglich beiseiteschieben und uns darauf konzentrieren, was wir beeinflussen können“, sagt VfL-Trainer Marcel Bragula vor dem anstehenden Heimspiel gegen GW Mühlen an diesem Sonntag. Auf Wunsch der Gäste wird die Partie bereits um 13 Uhr im Krandel-Stadion angepfiffen.

Während die Wildeshauser aktuell den ersten Abstiegsplatz einnehmen, sammelten die Gäste aus Mühlen schon zehn Punkte mehr und sind Tabellenachter. Bragula bezeichnet den Gegner als „jüngste Mannschaft der Liga“. Im Mittelfeld sei Tom Ungemach mit 30 Jahren ältester Spieler, vom Rest seien die wenigsten über 25. „Mühlen hat eine gut ausgebildete Truppe, die vor allem offensiv mächtig Tempo macht“, sagt der VfL-Trainer. Die torgefährlichsten Spieler im bisherigen Saisonverlauf sind Jan Leiber (8) und Benjamin Willenbrink (6).

Die eigenen Ergebnisse hat Bragula in dieser Woche noch einmal intensiv analysiert – mit interessanten Erkenntnissen: Neben einer gewissen Anfälligkeit bei Defensivstandards erkannte der 50-Jährige, dass seine Elf zwischen der 85. und 97. Spielminute schon elf Gegentore kassiert hat. „Das ist ein Wink mit dem Zaunpfahl und deutet auf Konzentrationsschwierigkeiten hin“, so Bragula. Diese muss der VfL gegen Mühlen abstellen, wenn der vierte Saisonsieg verbucht werden soll. Und der wäre aufgrund der derzeitigen Ergebniskrise mehr als wichtig...

Michael Hiller
Michael Hiller Redaktion Wildeshausen (Lokalsport)