Wildeshausen - Die Durststrecke geht weiter: Mit 0:1 (0:1) verlor Fußball-Landesligist VfL Wildeshausen am Sonntag auf eigenem Platz gegen GW Mühlen. Für den Aufsteiger, der in der Tabelle eine Position einbüßte und mit zwölf Punkten auf einem Abstiegsplatz bleibt, war es das sechste sieglose Spiel in Folge.
Trainer Marcel Bragula benötigte nach dem Abpfiff im Mannschaftskreis etwas mehr Zeit als sonst, ging mit seinen Spielern drei Fragen durch, die für ihn in der momentan angespannten Situation bedeutend seien: „Ist die Mannschaft fit?“ Diese Frage konnte der VfL-Coach klar bejahen und verwies auf den engagierten Auftritt in Halbzeit zwei: „Alle haben bis zum Schluss gefightet.“ Genau damit beantwortete er auch seinen zweiten Punkt („Hat die Mannschaft die richtige Einstellung?“) positiv. Woran es aktuell hapert, belegte derweil Frage drei. „Haben wir die Qualität für die Landesliga? Bedingt...“, stellte der 50-Jährige fest.
Gegen Mühlen waren es mehrere Aspekte, die Bragulas These belegten. Da wäre das frühe Gegentor genannt, denn bereits in der siebten Minute köpfte Markus Stukenborg im Anschluss an eine Ecke das 0:1. „Genau diese Situation hatten wir vor dem Spiel klar angesprochen, und das Gegentor fällt trotzdem“, ärgerte sich der VfL-Trainer. Zuvor hatte Torhüter Joel Kletta einen Schuss von Jonas Pöhlking stark abgewehrt. Danach kontrollierte Mühlen über weite Strecken das Spielgeschehen, hätte das Ergebnis durchaus ausbauen können. Allerdings wurde auch Wildeshausen mit zunehmender Dauer besser. Was jedoch meistens fehlte, war die letzte Genauigkeit. Chancen durch Luke Berger, Kevin Kari oder Christopher Kant verpufften, die beste Möglichkeit zum Ausgleich ließ Lasse Härtel nach Kari-Flanke liegen (45.).
Nach dem Seitenwechsel wirkten die Platzherren zwar griffiger in den Zweikämpfen, eigene Torchancen fielen aber in die Kategorie „Mangelware“. Stattdessen hätte es auf der anderen Seite 0:2 heißen können, doch zweimal klärte Torhüter Kletta gegen Pöhlking stark. „Das war heute Joels beste Saisonleistung“, lobte Bragula seinen Keeper. Derweil ärgerte sich Gäste-Trainer Andreas Hinrichs über die Fahrlässigkeiten seiner Mannschaft. „Dass es so lange spannend bleibt, haben wir uns selbst zuzuschreiben“, meinte Mühlens Coach, der am Ende froh war über den „Arbeitssieg“ in einem „intensiven, teils hitzigen Spiel“. „Zum Glück haben wir nicht noch den Ausgleich kassiert“, ergänzte Hinrichs. Der wäre Wildeshausen fast noch gelungen, doch nach einer Ablage von Härtel schoss Fynn Theuser aus bester Position neben das Tor (88.). „Der muss drin sein“, seufzte Bragula.
VfL: Kletta – Radke (62. Theuser), Dreher, Hehr, Stolle (68. Tramitzke), Meyer, Kant, Berger (80. Kupka), Eberle (46. Rothe), Härtel, Kari (89. Pöpken)
Tore: 0:1 Stukenborg (7.)