Wildeshausen - Beim zweitägigen Vorbereitungsturnier in Vechelde mussten sich die Volleyballer des VfL Wildeshausen am Wochenende mit dem siebten Platz begnügen. „Für ein besseres Ergebnis waren unsere Leistungen einfach zu schwankend“, berichtete VfL-Spielertrainer Frank Gravel.
Zu Beginn der Vorrundengruppe traten die Wildeshauser in der gewohnten Formation der vergangenen Saison mit Marek von der Mehden und Marcel Junel in der Mitte an. Gegen den Regionalligisten Förde Volleys Kiel konnte der VfL das Spiel nicht nur offen gestalten, sondern am Ende auch knapp mit 2:0 (25:23, 29:27) gewinnen. In den folgenden Partien wurden auf der Mitte Felix Kramer, Paul Schütte und Andreas Fortmann mit wechselnden Erfolgen neben Marcel Junel aufgestellt. Die Konzentration ließ gegen die beiden Verbandsligisten TC Hameln (25:23, 22:25) und SF Kladow (25:23, 26:28) nach knapp gewonnenem ersten Satz jeweils zu Anfang des zweiten Durchgangs zu wünschen übrig. „Wir standen in der Abwehr zu aufrecht und haben uns zu wenige Bälle erkämpft“, berichtete Gravel. Das sollte sich rächen, denn ohne die daraus resultierenden beiden Satzverluste wäre der VfL ins Halbfinale eingezogen.
So hätte Wildeshausen im vierten Spiel gegen den Oberligisten TSV Burgdorf mindestens unentschieden spielen müssen, um noch ins Halbfinale zu gelangen. Die Burgdorfer, für die es erst das dritte Spiel im Turnier war, wirkten deutlich frischer als die Wildeshauser, deren Leistungskurve nach unten zeigte – und zu einem 0:2 (18:25/20:25) führte. Aufgrund der etwas besseren Balldifferenz gegenüber Hameln wurden die Wildeshauser immerhin Gruppendritter. Nach einer kurzen Nacht im Anschluss an die ausgiebige „Players-Party“ wartete am Sonntagmorgen Oberligist GFL Hannover auf den VfL. Glatt mit 0:2 (18:25, 20:25) zogen die Wildeshauser auch hier den Kürzeren. Gegen die zweite Mannschaft des Gastgebers VV Vikings kam der VfL nach Satzrückstand (18:25) noch einmal zurück. Andreas Fortmann machte seine Sache gut im Mittelblock. Bennet Meyer setzte insbesondere Felix Kramer auf der Diagonalposition geschickt ein, so dass Wildeshausen diesen Satz gewinnen konnte (25:20). Der Tiebreak verlief lange ausgeglichen, ehe der VfL den starken gegnerischen Außenangreifer nicht mehr in den Griff bekam und mit 11:15 verlor.
„Bei den vielen Experimenten im Mittelblock war die Platzierung für uns nicht so entscheidend“, resümierte Gravel. „Wichtiger waren die Erkenntnisse, wer dort eingesetzt werden kann und wer dort besser nicht spielen sollte“, fügte er hinzu. Zeit zum weiteren Testen besteht an diesem Samstag in einem Trainingsspiel gegen den Landesligisten SG Findorff sowie am 7. September bei den Pokalspielen in eigener Halle gegen die beiden Verbandsligisten TV Baden II und TSV Ottersberg.
VfL: Marek von der Mehden, Marcel Junel, Manuel Meyer, Robin Gottwald, Frank Gravel, Andreas Fortmann, Linh Nguyen, Helge Mildes, Felix Kramer, Bennet Meyer, Paul Schütte