Berne - Einen Großeinsatz von Freiwilligen Feuerwehren aus der Gemeinde Berne und Rettungskräften hat ein Brand in Berne am Montagmittag, kurz nach zwölf Uhr, ausgelöst. In einem Mehrfamilienhaus an der Lange Straße waren Gegenstände in einem Flur in Brand geraten, wie der stellvertretende Ortsbrandmeister Sven Bolte berichtete. Wegen der Rauchentwicklung und 30 gemeldeten Personen in insgesamt neun Wohnungen wurden zusätzlich zu den zuerst eintreffenden Kräften der Feuerwehren Berne, Weserdeich und Hekeln die Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr Brake und die Freiwillige Feuerwehr Neuenkoop nachalarmiert.

Es sei zum Glück relativ schnell gelungen, alle Menschen aus ihren Wohnungen ins Freie zu bringen, so Bolte. Dennoch mussten insgesamt elf Menschen, darunter drei Kinder, medizinisch behandelt werden. Wie die Polizei am Nachmittag mitteilte, seien einige Personen mehrfach in das brennende Haus zurückgekehrt oder hätten sich geweigert, die Einsatzkräfte nach draußen zu begleiten. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, wie Bolte erläuterte aber nicht wegen besonders schwerer Verletzungen eines Opfers. Es sei in diesem Fall eher darum gegangen, schnell genug Notärzte an den Ort des Brandes zu bringen. Dennoch habe der Hubschrauber eines der Opfer in Krankenhaus gebracht.

Der eigentliche Brand sei nicht besonders gravierend gewesen, so Bolte. Was genau in den Flur gebrannt habe und wie das Feuer entstanden sei, war zunächst unklar. Insgesamt waren 64 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz gewesen. Der Einsatz endete gegen 14 Uhr. Laut der Polizei könnte der Brand vorsätzlich gelegt worden sein, die Ermittlungen dauerten aber noch an. Die Schadenshöhe ist ebenfalls unklar, ob das Haus bewohnt werden kann, prüfen Fachleute.

Christian Quapp
Christian Quapp Team Nord (Leitung)