Cloppenburg - Die Cloppenburger Stadtverwaltung hat die Kritik der Anlieger bezüglich des Glasfaserausbaus an der Emsteker Straße zurückgewiesen. Die Gehsteige der erst Ende März nach 16-monatiger Sanierungszeit wieder freigegebenen Straße waren jetzt von Mitte bis Ende Oktober teils wieder aufgerissen worden, um das Glasfaserkabel zu verlegen. Ein Anlieger will vor Ort von Mitarbeitern eines beteiligten Subunternehmens aus dem Kreis Cloppenburg erfahren haben, dass man während der Tiefbauarbeiten an der Emsteker Straße durchaus das Glasfaserkabel hätte mit verlegt können. Man habe – so zitiert der Mann die Mitarbeiter – aber keinen Auftrag dafür von der Stadt erhalten. Darüber hinaus sind die Anlieger sauer, dass die von Profis durchgeführte Erstverlegung der Pflasterung zum Teil schlecht wieder eingepasst wurde und Steine teilweise an den Rändern abgestoßen wurden.
„Unternehmen entscheidet“
Der Glasfaserausbau werde durch die Glasfaser Nordwest beschlossen, geplant und realisiert, so die städtische Pressesprecherin Gaby Westerkamp auf Nachfrage unserer Zeitung. Dementsprechend habe es auch keinen Auftrag von der Stadt für diese Arbeiten gegeben. Über die Zeitfenster und das Gebiet, in dem ausgebaut werde, entscheide Glasfaser Nordwest anhand eigener wirtschaftlicher Erwägungen. Die Entscheidung für den Glasfaserausbau im Bereich der Innenstadt – zu dem auch die Emsteker Straße gehört – sei von dem Versorgungsunternehmen erst nach Fertigstellung der städtischen Straßenbaumaßnahme getroffen worden. „Somit hatte die Stadt keinen Anlass, Leerrohre durch den Straßenbauunternehmer mit verlegen zu lassen, denn die hierfür erforderliche Ausbauplanung der Glasfaserleitung existierte zum Zeitpunkt der Baumaßnahme noch gar nicht“, so Westerkamp.
Noch keine Abnahme
Was das teilweise schlecht verlegte Pflaster anbelangt, kann die Stadt die Kritik der Anwohner verstehen und beruhigt gleichzeitig: Nach Abschluss der Bauarbeiten durch das Versorgungsunternehmen müssten die Verkehrsflächen im gleichen Zustand wie zuvor wieder übergeben werden, schreibt Westerkamp in einer E-Mail an die Redaktion. Darauf achte die Stadt auch sehr aufmerksam bei der Bauabnahme, die hier noch ausstehe. Die Arbeiten der Glasfaser Nordwest dauerten noch an. Das Unternehmen versuche aber, Baustellen schnellstmöglich wieder für die Verkehrsteilnehmer nutzbar zu machen. Das müsse optisch dann noch nicht perfekt sein, der Feinschliff folge später. Diesen plane die Firma eigenständig. Beim – noch nicht festgelegten – Abnahmetermin muss der Gehweg aber wieder optimal hergerichtet sein.