Navigation überspringen
nordwest-zeitung

Raserei auf Klinkerstraße „Zum Walde“ Anwohner in Harkebrügge fordern Maßnahmen gegen Straßenlärm

Hans Passmann
Die Anwohner der Straße „Zum Walde“ in Harkebrügge sind über den Straßenlärm, verursacht  durch die Raserei über das Klinkerpflaster, genervt. Sie wollen eine Verkehrsberuhigung.

Die Anwohner der Straße „Zum Walde“ in Harkebrügge sind über den Straßenlärm, verursacht durch die Raserei über das Klinkerpflaster, genervt. Sie wollen eine Verkehrsberuhigung.

Hans Passmann

Harkebrügge - Die Anwohner der Straße „Zum Walde“ in Harkebrügge machen ihren Ärger über den starken Straßenlärm Luft, der mittlerweile durch das höhere Verkehrsaufkommen auf der Straße verursacht wird. Streitpunkt sind die enormen Fahrgeräusche, die durch die überhöhte Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer über die mit Klinkersteinen ausgebaute Straße zwischen der Einmündung an der Dorfstraße und der Kreuzung Am Fuhrenkamp/Harkebrügger Weg entstehen.

Lärm sei unerträglich

In diesem Bereich gilt eigentlich Tempo 30. „Doch daran halten sich die wenigsten Autofahrer. Teilweise ist der Lärm unerträglich. Wenn die Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit über die Straße rattern, wird man einfach wachgerüttelt. Die Häuser vibrieren. Die Straßenklinker machen einfach Krach, wenn gerast wird. Teilweise fühlen wir uns, als wenn wir an einer Autobahnraststätte wohnen, so laut ist es“, ärgert sich Anwohnerin Kerstin Bunjes. Dazu kommen noch die vielen Schlaglöcher in der Straße. Sie und auch die anderen Anwohner wünschen sich schnelle Abhilfe. „Der Verkehr hat enorm in den letzten Jahren zugenommen. Bedingt durch die Fahrten unter anderem zum Waldstadion, Tennisanlage, Waldkindergarten, der Kita Spatzenenst, dem Barfußpark und nicht zuletzt zum Ferienpark und Wohnmobilstellplatz“, sagt Petra Meiners.

Einen Hilferuf haben die Anwohner auch schon an das Ordnungsamt der Gemeinde Barßel gerichtet. „Von dort erhielten wir die Antwort, dass die Gemeinde selbst keine Befugnisse zur Überwachung des fließenden Verkehrs hat, auch wenn es sich um eine Gemeindestraße handelt“, so Meiners weiter. Zuständig sei der Landkreis Cloppenburg. Aber auch Telefonate mit der Polizei, ortsansässigen Firmen, die mit ihren Fahrzeugen mit 80 km/h vorbeirauschen, hätten leider nichts gebracht. „Dabei hätten wir uns gewünscht, wenn die Polizei oder der Landkreis einmal eine Blitzaktion durchführen würde. Auch Schulkinder sind dort unterwegs“, sagt die Anwohnerin. Das Argument „bisher ist noch nichts passiert“ wollen die Anwohner nicht gelten lassen. Der Schwarze Peter werde hin und her geschoben. Die Anwohner richten daher den Appell an alle Verkehrsteilnehmer, die Geschwindigkeit auf 30 km/h in diesem Bereich zu reduzieren. Die Soestebrücke dürfe dort ohnehin nur bis zu zwölf Tonnen befahren werden.

„Die schmale Soestebrücke ist auch ein Gefahrenpunkt für Fußgänger und Fahrradfahrer. Die CDU/FDP-Gruppe im Rat der Gemeinde Barßel hält es für sinnvoll, eine Fahrradspur auf der Brücke zu markieren. Eine Beschilderung wegen der Vorfahrt müsste erfolgen“, sagt der Harkebrügger Ratsherr Jan Block (CDU). Ein entsprechender Antrag sei bei der Gemeinde gestellt worden.

Temposchwelle als Idee

„Wir haben täglich unter dem Straßenlärm zu leiden, da alle Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs sind. Teilweise treten Risse im Mauerwerk unserer Häuser auf“, beklagt Anja Mödden. „Um die Raserei zu beenden und eine Verkehrsberuhigung zu erreichen, wäre es vielleicht hilfreich die Zahl 30 auf die Straße zu schreiben“, meint Anwohner Eddi Schmiemann. „Noch besser ist es, im Kreuzungsbereich Harkebrügger Weg/Am Fuhrenkamp eine Temposchwelle einzubauen. Das würde die Geschwindigkeit bedeutend reduzieren“, ist Andreas Mödden überzeugt. Die Anwohner hoffen nun auf die Einsicht der Entscheidungsträger.

Themen