Dornum/Großheide - Es zieht sich: Die Prüfung der Abwassergebühren, die der Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) in Dornum und Großheide aufruft, dauert an. Das berichtete Dornums Bürgermeister Uwe Trännapp auf Nachfrage unserer Redaktion.

Rechnete man doch eigentlich bereits im Frühjahr dieses Jahres mit einer Zwischenbilanz, sollen die Ergebnisse nun Ende September vorliegen, so der Rathauschef. Genau wie Großheides Bürgermeister Fredy Fischer setzt Trännapp große Hoffnungen in das Gutachten. „Wir wollten damit dem OOWV nicht unterstellen, dass er bei der Kalkulation der Gebühren Fehler gemacht hat. Vielmehr ging es darum, mögliche Einsparpotenziale aufzuzeigen“, erklärte er. Wohin die Reise gebührentechnisch gehen wird, konnte er noch nicht beantworten. „Auch wir haben da keinen Zwischenstand erfahren“, sagt der Bürgermeister. Dieser Tage stünden seitens der Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Schüllermann und Partner, die mit der Prüfung beauftragt wurde, noch Gespräche mit dem OOWV an, informierte er.

Wie mehrfach berichtet, sind die Abwassergebühren in beiden Kommunen auf Rekordhoch. Die Dornumer zahlen beinahe sechs Euro pro Kubikmeter, die Großheider fast sieben Euro. Seit 2021 sind die Gebühren für die Bürger stetig gestiegen. Da beide Gemeinden das nicht so einfach hinnehmen wollten, beauftragten die Kommunen daraufhin die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit der Überprüfung – und nahmen dafür jeweils Kosten in Höhe von 20 000 Euro in Kauf.

Marina Folkerts
Marina Folkerts Ostfriesland-Redaktion/Norden