Norderney - Nun steht endlich fest, wann die Öffentlichkeit mehr Details über den Bau des ersten Fünf-Sterne-Hotels auf Norderney erfahren wird. Wie eine Sprecherin der Brune&Company – die das Projekt entwickelt – mit Sitz in Bremen mitteilt, wird die Öffentlichkeit am 31. Januar, 18 Uhr über die Pläne informiert. Es soll im Weißen Saal des Conversationshauses eine Präsentation geben, so Sprecherin Gabriele Ingold. Jedermann ist zu der Veranstaltung eingeladen.
„Für Interessierte vom Festland gibt es zu beachten, dass die letzte Fähre an diesem Tag bereits um 18.15 Uhr fährt“, sagt Ingold. Geplant ist, dass die beiden Geschäftsführer Marc und Jens Brune persönlich über das Projekt referieren werden, berichtet Ingold im Gespräch mit der NWZ. Ebenfalls auf der Veranstaltung sprechen werden Vertreter der Stadt Norderney. Bei der Verwaltung ist man aktuell dabei, einen Bebauungsplan für das Areal, auf dem das Hotel stehen soll, zu erarbeiten.
Nur wenig Details bekannt
Viel über das Aussehen des Hotels ist bislang noch nicht bekannt. Sowohl die Investoren als auch die Stadt hüllen sich in Schweigen. Norderneys Bürgermeister Frank Ulrichs (SPD) verliert vorab lediglich, dass das Hotel kein Hochhaus werden wird. Die Geschosshöhe orientiere sich an den umliegenden Bauten. „Das ist allein deshalb schon relevant, weil wir bei einem hohen Gebäude an dieser Stelle sonst auf dem Kurplatz einen massiven Schattenwurf hätten“, so der Sozialdemokrat im Gespräch mit der NWZ. Geplant sei seitens des Bauträgers bereits in der Bausaison 2024/2025 mit ersten Arbeiten an der Weststrandstraße zu beginnen. Jedoch muss der Rat der Stadt Norderney – wie bereits erwähnt – dem Projekt erst das finale „Go“ erteilen.
Kritik kommt erneut auf
Solange über ein Hotel an der Weststrandstraße gesprochen wird, solange gibt es auch immer wieder Kritik an dem Luxus-Bauwerk. Zuletzt richtete ein ehemaliger Insulaner – der mittlerweile in Delmenhorst lebt – sich mit einem offenen Brief an die Insel-Politik. Der Mann fordert in dem Brief, dass Fünf–Sterne-Hotel nicht zu bauen und stattdessen sozialen Wohnraum an der Stelle in Strandnähe zu realisieren. Auch Bürgermeister Ulrichs wird in dem Brief hart angegangen.