Bunde - In der Bezirksliga I hat die SpVg Aurich seine dritte Saisonniederlage kassiert. In doppelter Unterzahl unterlag das Team von Trainer Claudio Casto mit 1:4 und versäumte es durch die Niederlage, wenigstens bis morgen Nachmittag die Tabellenführung zu übernehmen.

Bei sehr mäßiger Sicht durch aufziehenden Nebel passierte in der Anfangsphase nicht viel. Mit der ersten Chance gingen die Gastgeber in Führung. Tim Huxsohl traf mit einem schönen Linksschuss zum 1:0. „Der Führungstreffer für uns fiel zur richtigen Zeit“, erkannte Bundes Trainer Frank Winkler nach dem Spiel. Bis zur Pause hatten beide Teams noch je eine weitere Torchance. Frerichs zielte für Aurich knapp über das Tor, ein Kopfball von Braun wurde auf der Linie geklärt. Bunde kam mit Druck aus der Kabine und traf in der 48. Minute durch Ahrens zum Ausgleich. Knackpunkt der Partie war die 56. Minute. Erst zeigte Schiedsrichter Oliver Haan Stanislav Geis nach einer Notbremse die Rote Karte, in der gleichen Szene musste der eingewechselte Lukas Smit ebenfalls vom Feld. „Die Rote Karte gegen Geis war eine Frechheit“, schimpfte Aurichs Trainer Claudio Casto nach dem Abpfiff. Auch über den zweiten Platzverweis wegen Meckerns regte sich Castro auf. Nach seinen Worten war die Leistung des Schiedsrichters katastrophal.

„Mit neun Mann machen wir es überragend, wir sind näher am zweiten Treffer dran als Bunde“, fand er. Er musste dann aber mit ansehen, wie seinem Team der eine Punkt in der absoluten Schlussphase entglitt. Seine dezimierte Mannschaft bekam der 89. Minute den Ball nicht richtig geklärt, Huxsohl traf flach aus 22 Metern zur Führung (89.). Dieser Gegentreffer brach die Moral der Gäste, Hoppen in der 91. Minute und Zimmermann zwei Minuten später mit einem Kopfball schraubten das Ergebnis auf 4:1. „Wir haben nach den beiden roten Karten einfach zu lange im Spielaufbau gebraucht“, bemängelte sein Gegenüber Winkler nach dem Spiel. „Der Sieg war wichtig für den Kopf und in der Höhe nicht unverdient“, lautete das Fazit von Bundes Trainer. Aurichs Trainer hingegen war sich sicher, dass sein Team mit elf Spielern die Partie gewonnen hätte. „Es ist halt so wie es ist“, lautete sein Fazit.

Tore: 1:0 Huxsohl (26.), 1:1 Ahrens (48.), 2:1 Huxsohl (88.), 3:1 Hoppen (90.), 4:1 Zimmermann (90 + 3).

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