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nordwest-zeitung

Heimsieg gegen Pinar Karsiyaka Starke Baskets schaffen fulminantes Comeback

Oldenburg - Die EWE Baskets Oldenburg haben sich eine gute Ausgangslage für die Teilnahme an der Qualifikationsrunde in der Basketball-Champions-League verschafft. Gegen Pinar Karsiyaka aus der Türkei setzte sich der Bundesligist am Mittwochabend mit 97:88 (46:58) durch. Bester Werfer im Team von Trainer Pedro Calles war vor 5472 Zuschauern in der großen EWE-Arena DeWayne Russell mit 20 Punkten. Das Hinspiel hatten die Baskets mit 83:85 in Izmir noch verloren. Damit gewannen die Oldenburger auch den direkten Vergleich gegen die Türken.

In eigener Hand

Vor der Partie war bereits klar, dass die Baskets gewinnen müssen, wenn sie aus eigener Kraft als Tabellendritter in die Qualifikationsrunde für die zweite Gruppenphase einziehen wollen. Der BC Oostende – gegen die die Oldenburger ein Spiel verloren, den direkten Vergleich aber gewonnen hatten – setzten sich bereits am Dienstagabend überraschend gegen SIG Straßburg in der Verlängerung durch. Durch den Erfolg gegen Izmir ist für die Baskets sogar noch der Gruppensieg möglich. Am letzten Spieltag am kommenden Dienstag sind die Baskets in Straßburg (20 Uhr) gefordert. Karsiyaka muss zeitgleich bei Oostende in Belgien antreten.

Manning Jr. zurück

Positiv war, dass Charles Manning Jr. nach seiner Fußverletzung wieder mitwirken konnte. Der US-Amerikaner gab den von Verletzungen gebeutelten Gastgebern zumindest auf den kleinen Positionen etwas Entlastung. Statt mit einer Achter-Rotation konnte Calles nun immerhin mit neun Spielern agieren. Kapitän Max DiLeo konnte aufgrund einer Oberschenkelblessur erneut nicht auflaufen. Die beiden großen Flügelspieler Deane Williams (Wade) und Brekkott Chapman (Sprunggelenk) fehlen langfristig. Wann Alen Pjanic (Reha nach Armbruch) sein Comeback gibt, ist noch offen – angedacht war eine Rückkehr im Dezember.

Bitten zur Doping-Kontrolle: Zwei Männer tragen Umhänger mit der Aufschrift „Nada Doping Control" und „Nada Dopingkontrolle" bei einem Spiel der Fußball-Bundesliga.

WENN NACH DEM SPIEL DAS BECHERCHEN RUFT So laufen Doping-Kontrollen bei Baskets, VfB-Fußballern und VfL-Handballerinnen

Mathias Freese Niklas Benter Oldenburg
Vorbericht
Könnte gegen das türkische Team in den Kader zurückkehren: Oldenburgs Charles Manning Jr. (links, hier im Hinspiel in Izmir gegen Kenan Sipahi von Pinar Karsiyaka)

BASKETS OLDENBURG HOFFEN Manning Jr. könnte heute gegen Izmir wieder auflaufen

Niklas Benter Oldenburg

So mussten es auf dem großen Flügel wieder einmal Lukas Wank und Kenneth Ogbe richten. Die beiden kleinen Flügelspieler helfen seit mehreren Spielen abwechselnd auf dieser für sie nicht angestammten Position auf. Ogbe spielte zudem noch auf der für ihn gewohnten Small-Forward-Position.

Wank läuft heiß

Gegen Karsiyaka fanden die Baskets sofort ihren Rhythmus von der Dreierlinie. Len Schoormann und Ogbe trafen aus der Distanz. Mit 6:2 zogen die Hausherren in den ersten beiden Spielminuten davon. Es war eine rassige Partie, in der die Türken nun auch mitmischten. Gegen Ende des ersten Viertels übernahmen die Gäste erstmals die Führung in dieser Partie (14:12/7. Minute). Die mitgereisten türkischen Fans waren nun noch deutlicher als ohnehin schon zu vernehmen.

Doch das Calles-Team hielt dagegen und glich wieder aus. Besonders Wank lief in den ersten zehn Minuten heiß. Zehn Punkte sammelte der Flügelspieler im ersten Abschnitt. Trotzdem gingen die Baskets mit einem Zwei-Punkte-Rückstand (25:27) ins zweite Viertel, weil Izmir mit Ablauf der Uhr noch traf.

Baskets kämpfen

Drei Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, da setzten die Baskets das erste Statement. Geno Crandall suchte Norris Agbakoko ein Stockwerk höher und der Center brachte die Oldenburger per Alley-oop mit 33:32 in Führung. Doch die Gäste übernahmen danach die Initiative. Oldenburg wehrte sich mit Kräften, dennoch lag der Bundesligist zur Halbzeitpause mit 46:58 hinten.

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Doch die Baskets kamen wie ausgewechselt aus der Kabine. Mit einem 10:0-Lauf waren die Oldenburger wieder im Spiel und verkürzten auf 56:58. Izmir wehrte den Angriff des Calles-Teams ab und distanzierte die Gastgeber auf sieben Zähler (60:67/27.). Aber Oldenburg ließ sich erneut nicht abschütteln, kämpfte um jeden Ball und übernahm sogar die Führung (69:67/29.). Mit 71:69 ging’s ins Schlussviertel. Einzeln betrachtet gewannen die Baskets diesen Abschnitt mit 22:11.

Nach einem kleinen Lauf der Baskets im letzten Viertel kamen die Türken wieder ran und glichen die Partie aus (77:77/34.). Es entwickelte sich eine rasante und packende Schlussphase, in der die Oldenburger aber die Nerven behielten.

Niklas Benter
Niklas Benter Sportredaktion
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