Heidmühle - Der Fußball-Bezirksligist Heidmühler FC hat die zweite Runde im Bezirkspokal nicht überstanden. Im Heimspiel unterlag die Elf vom Klosterpark am Mittwochabend dem SV Großefehn aus der Bezirksliga I mit 5:7 (2:2/3:3) im Elfmeterschießen. HFC-Coach Daniel Oleksyn wirkte nach dem Spiel nur leicht enttäuscht, immerhin hatte seine Mannschaft die Begegnung über weite Strecken bestimmt und kämpferisch eine Top-Leistung abgerufen. Am Ende fehlte ein Stück weit das Glück.
Die Heidmühler kamen schon denkbar schlecht in die Partie. Bereits eine Viertelstunde nach dem Anpfiff lief der Gastgeber einem 0:2-Rückstand hinter. Die beiden Gegentreffer resultierten dabei aus individuellen Fehlern.
Besonders der zweite Treffer dürfte weh getan haben, hätte er doch durch ein wenig mehr Kommunikation verhindert werden können. Frei nach dem Motto „Nimm du ihn, ich hab’ ihn sicher“ waren sich Keeper Leon Kronsbein und sein Innenverteidiger nicht einig, wer der Ball klären sollte. Großefehns Klaas Bikker bedankte sich herzlich für das Missverständnis und schob den Ball unbedrängt am HFC-Keeper vorbei in die Maschen.
Emotionen kochen hoch
Das allerdings reichte als Weckruf für die Spieler von Daniel Oleksyn, die sich fortan aggressiver, kompromissloser und spielfreudiger zeigten. „Es war, wie man sich das bei einem Bezirkspokalspiel erhofft – ein sehr körperliches Spiel mit viel Emotionen“, erklärte der HFC-Coach – Schiedsrichter Mirco Vietor sah sich darum auch gezwungen, auf das eine oder andere überschwappende Gefühl mit einer Gelben Karte zu reagieren.
Doch auch davon ließen sich die Heidmühler nicht beirren und feierten noch im ersten Durchgang ihr Comeback. Justin Wollmer war es einmal mehr, der seine Farben zurück in die Partie holte. Mit seinen Treffern in der 33. und 42. Minute stellte er die Uhr wieder auf „null“.
Keeper wird umjubelter Pokalheld
Nach der Pause waren die Heidmühler weiterhin die spielerisch bessere Mannschaft. „Großefehn war nur bei Standards gefährlich, sonst kam wenig. Wir standen in der Defensive sehr diszipliniert“, sagte Oleksyn. Dennoch musste Leon Kronsbein in der 67. Minute den Ball wieder aus dem Heidmühler Netz angeln. Mit dem oftmals beschriebenen „Sonntagsschuss“ brachte Tom Böhling den SVG wieder in Front.
Zweimal lag das Leder danach auch noch im Tor der Gäste, doch der Unparteiische sah jeweils einen Heidmühler Spieler im Abseits. So war es diesmal eine Standardsituation für den HFC, der in der 90. Minute den Gang ins Elfmeterschießen einläutete. Max Weickert traf sehenswert zum 3:3. In der Entscheidung vom Punkt waren dann allerdings lediglich Marius Preißinger und Max Weickert für den HFC erfolgreich. Großefehns Keeper Hendrik Weßling wurde dabei zum umjubelten Held der Fehntjer.
Nur einen Tag Pause
Beine hochlegen, hieß es dann für die Spieler des Heidmühler FC. Sie hatten nur einen Tag Pause. Schon an diesem Freitag ist um 20 Uhr das Friesland-Derby gegen den TuS Obenstrohe angesetzt. Die Partie wird allerdings nicht auf dem heimischen Rasen in Obenstrohe ausgetragen, sondern in Varel im Sportpark Torhegenhausstraße. Die Gastgeber sind mit einer glatten 0:3-Niederlage beim Aufsteiger VfR Wardenburg in die Saison gestartet und stehen bereits jetzt unter Zugzwang, um den Fehlstart in die Saison zu vermeiden.