Dötlingen - Horror-Hinrunde für den TV Dötlingen: Lediglich ein einziger Zähler nach 15 Spielen schmückt das Punktekonto des Fußball-Kreisligisten. Als wäre diese Statistik nicht schon schlimm genug, ist der Turnverein gleichzeitig die Schießbude der Liga (65 Gegentore) und bringt zusammen mit dem TSV Ganderkesee die schlechteste Offensive auf den Platz (15 Tore).
Kapitän Gerrit Schüler, der schon länger aufgrund eines gebrochenen Außenknöchels zum Zuschauen verdammt ist, zieht eine ernüchternde Bilanz: „Das war leider eine historisch schlechte Hinrunde. Wir konnten unsere PS nicht auf die Straße bringen. Dazu kam auch noch viel Pech.“ Der TVD-Kapitän spricht nicht nur von Spielpech. Ganze zehn Spieler fehlen Dötlingen aktuell verletzungsbedingt, die meisten davon sogar für längere Zeit. „Das fängt kein Kreisligist auf“, seufzt Schüler.
Als wäre das nicht schon schlimm genug für den Kreisligisten, kam es schon sehr früh in der Saison zu Chaos auf der Trainerbank. Bereits nach dem zweiten Punktspiel trennte sich Dötlingen von Trainer Marcus Metschulat, der gerade einmal 41 Tage im Amt war. Seitdem wird die Mannschaft von einem Trainertrio geführt, bestehend aus dem eigentlichen Co-Trainer Maximilian Welz sowie den beiden Führungsspielern Benjamin Bohrer und Hendrik Sandkuhl. „Diese Situation hat natürlich Unruhe in der Mannschaft ausgelöst und ist einer der Gründe für unser schlechtes Abschneiden“, sagt Schüler. Man sei bereits in Gesprächen und hofft, in den nächsten Wochen einen neuen Trainer vorzustellen.
Nun steht man aber erstmal da, mit neun Punkten Abstand auf den Tabellenvorletzten Ganderkesee und zehn Punkten Rückstand zum rettenden Ufer. An diesem Freitag, 8. November, steht schon das erste Endspiel für Dötlingen an. Auf heimischem Platz empfängt der TVD um 20 Uhr den TSV Ganderkesee zum Kellerduell bei Flutlicht. Ein „Do-or-Die-Spiel“, das betont auch Schüler: „Wir haben uns in der laufenden Woche versammelt, und ich habe ein paar Worte an die Mannschaft gerichtet, um allen bewusst zu machen, wie wichtig dieses Spiel für uns ist. Wir müssen unbedingt drei Punkte holen.“ Mit einem Dreier könnte man die Distanz zu Ganderkesee auf sechs Punkte verkürzen.
Doch egal wie dieses Spiel am Freitag ausgeht, das Ziel für die Rückrunde ist klar. „Uns ist unsere Lage bewusst. Wir müssen auch für den Fall eines Abstiegs planen. Trotzdem wollen wir das Unmögliche möglich machen. Das Klima in der Mannschaft ist intakt, uns liegt dieser Verein am Herzen. Wir werden alles dafür tun, den Abstieg zu verhindern“, blickt der Kapitän voraus. Dafür sollte der Grundstein dringend beim kommenden Spiel gesetzt werden, sonst sieht es sehr düster für den Traum des Dötlinger Klassenerhalts aus.