Lohne/Jeddeloh - Für den Fußball-Regionalligisten SSV Jeddeloh ist der Traum von der Teilnahme am DFB-Pokal geplatzt, der Ligarivale Blau-Weiß Lohne hat dagegen weiterhin die Chance, im lukrativen Wettbewerb dabeizusein. Am Mittwochabend gewann das Team aus dem Kreis Vechta das Halbfinale des Landespokals für Mannschaften aus der 3. Liga und der Regionalliga gegen die Ammerländer mit 3:0 (0:0) und zog somit ins Finale ein. Der Sieger des Wettbewerbs nimmt am DFB-Pokal 2025/26 teil. Im laufenden DFB-Pokal 2024/25 hatte jeder der 64 vertretenen Clubs für die Teilnahme an der ersten Runde eine Prämie von 209 000 Euro erhalten.
Emden noch im Rennen
Im zweiten Halbfinale des Landespokals empfängt am kommenden Mittwoch (19 Uhr, Ostfriesland-Stadion) der Regionalligist Kickers Emden den Drittligisten VfL Osnabrück. Das Endspiel findet am Samstag, 24. Mai 2025, statt und ist in den „Finaltag der Amateure“ eingebettet. An jenem Tag finden bundesweit zahlreiche Landespokal-Endspiele statt.
Das von Jeddelohs Trainer Björn Lindemann erwartete Abtasten blieb am Mittwochabend aus. Beide Mannschaften spielten vor 1300 Zuschauern mutig nach vorne und kamen zu guten Torchancen. Jeddelohs Tim Janßen verzog bei einem Gegenstoß nach sieben Minuten. Auf der anderen Seite hatte Felix Schmiederer die große Chance auf die Führung. Doch im Duell „eins gegen eins“ blieb SSV-Torhüter Felix Bohe der Sieger (11. Minute). Jeddelohs Robin Krolikowski (12.) und Lohnes Malte Wengerowski (13.) hatten bei ihren Abschlüssen kein Glück. Die von Uwe Möhrle trainierten Gastgeber hatten nun mehr vom Spiel, Jeddeloh hingegen agierte im Spiel nach vorne zu kompliziert.
Tore nach Standards
Im zweiten Durchgang blieb es eine Partie auf Augenhöhe. „Es war ein sehr wildes, sehr intensives Spiel. Wir hatten nach der Pause gute Phasen, belohnen uns aber nicht“, sagte Lindemann. Unter anderem spielte er damit auf Chancen von Simon Brinkmann per Kopfball (59.) und per Grätsche (68.) an. Und so waren es zwei Standardsituationen, die den Unterschied machten. Zunächst köpfte Lohnes Theo Janotta aus kurzer Distanz einen Freistoß zur Führung ein (72.). Auch beim 2:0 war es eine Aktion nach einem ruhenden Ball, die Lohne jubeln ließ. Dieses Mal konnte Bohe einen Kopfball des Ex-Jeddelohers Thorsten Tönnies nach einem Freistoß noch parieren. Aber beim Nachschuss von Schmiederer war er machtlos (82.). „Es war passend, dass so ein knappes Spiel durch Kleinigkeiten wie unsere beiden Freistöße entschieden wird. Das erste Tor war scheinbar der Impuls, den wir brauchten“, sagte Möhrle.
Aber auch die Jeddeloher hatten ihre Gelegenheiten. Zwischen den beiden Gegentoren köpfte Simon Brinkmann einen Ball in der 79. Minute knapp neben das Tor. Auch ein Freistoß von Michel Leon Hahn strich knapp über das Tor (89.). In der Nachspielzeit machten die Gastgeber den Sieg dann perfekt. Bei einem Konter war Schmiederer mit dem 3:0 zur Stelle.
Lohne: Dedovic - Övermann, Thoben (60. Neziri), Westerhoff, Janotta, Bredol (90.+5 Sandu), Tönnies (89. Reinert), Tepe (60. Heskamp), Arambasic (77. Westendorf), Wengerowski, Schmiederer.
Jeddeloh: Bohe - Gramberg (46. Kanowski), Hahn, Siala, Krolikowski - Janßen (65. Jobe), Ghawilu, Wegener, M. Brinkmann (81. Saka), Aid Hamid - S. Brinkmann.
