Oldenburg/Gniezno - Mit vielen wertvollen Erfahrungen im Gepäck sind die „Nord West Girls“ von ihrem ersten Turnierauftritt aus Polen zurückgekehrt. Die Basketball-Talente des neuen Gemeinschaftsprojekts, das nach einer Oldenburger Initiative insgesamt sieben Vereine aus der Region in diesem Sommer angeschoben haben, mussten nach nur drei Wochen gemeinsamem Training und ohne einige Stammkräfte im rund 50 Kilometer östlich von Posen relativ zentral im Nachbarland gelegenen Gniezno allerdings vier Niederlagen einstecken. Es hätte in dem internationalen Feld durchaus mehr als nur der eine Sieg gegen ein spanisches Team herausspringen dürfen.
„Ein bisschen enttäuscht sind wir natürlich schon. Die Ergebnisse waren deutlich, so deutlich war der Unterschied nicht – nur gegen die Mannschaft aus Gniezno, die körperlich eine ganz andere Hausnummer ist“, meinte Cheftrainer Macklly Stein von Fortuna Logabirum. Von dem ostfriesischen Verein waren auch die Spielerinnen Morlin Bock, Deike Hesse, Tida Helbig mit dabei. Aus den Reihen des Oldenburger TB waren Sina Onken, Alicia Mendes, Lotte Bothe und Paula Thüner mitgefahren. Aus dem Ammerland war Svea Cordes (TuS Augustfehn) mit an Bord. SV Brake, MTV Aurich, BTS Neustadt Bremen und BG Bierden-Bassen-Achim, die ebenfalls an dem Projekt beteiligt sind, waren diesmal noch nicht aktiv dabei.
Das Turnier begann für die als reine U16 (zwei U-14- sowie je drei U-15- und U-16-Spielerinnen) in der U-18-Konkurrenz gestarteten „Nord West Girls“ gegen Gastgeber TS Basket Gniezno nicht optimal. „Erst waren die Mädels in der falschen Halle, dann mussten sie 20 Minuten zur Halle laufen, so dass für Ansprachen und Aufwärmen nur noch zehn Minuten übrig blieben“, erklärte Stein: „Zu allem Überfluss vergaß eine Schlüsselspielerin ihre Schiene und konnte erst ab dem zweiten Viertel mitwirken – da war die Messe aber schon gelesen.“ Gniezno führte bereits 33:3 und gewann letztlich 77:18. „Wenig überraschend gewann Gniezno das Turnier ungeschlagen“, betonte der Trainer.
Im zweiten Spiel gegen Longford Phoenix aus Irland „wollten es die Mädels besser machen – und das taten sie dann auch“, lobte Stein. Das Duell ging zwar dennoch 28:37 verloren, doch tags darauf gab es gegen CB Magec Tias aus Spanien den ersten Sieg (37:30). Es folgten jedoch zwei unnötig hohe Niederlagen gegen die polnischen Teams von KS Basket Pila (27:56) und MUKS Piaseczno (19:38). „Zwei Spiele müssen wir eigentlich gewinnen und die anderen zwei knapper gestalten, aber auf so einem Turnier wird natürlich alles bestraft“, meinte Stein, zeigte sich aber trotzdem „zuversichtlich und positiv gestimmt“.