Oldenburg - Die sportliche Lage beim VfB Oldenburg bringt Michael Weinberg kurz und knapp auf den Punkt. „Wir wissen, dass es einzig und allein darum geht, den Abstieg zu vermeiden“, sagt der Geschäftsführer des Fußball-Regionalligisten und führt bei seinem Besuch in der „Nordwestkurve - der VfB-Podcast“ aus: „Wir wissen, dass wir noch 17 Endspiele haben.“

Natürlich sprach Weinberg aber nicht nur über die Gründe für Platz 18, sondern auch über Finanzen, über Strukturen, über das neue Stadion und über die Rolle von Thomas Schaaf. Das sind seine wichtigsten Aussagen.

 ... über das 1:1 gegen Spitzenreiter TSV Havelse: „Das Unentschieden tut gut, weil uns die Art und Weise erfreut hat. Man hat die Grundtugenden – Kampf, Leidenschaft, Wille, Geschlossenheit – gesehen. Das gibt uns Hoffnung, dass wir in den restlichen Spielen bis Jahresende gut punkten werden. Für mich war das in der zweiten Halbzeit die beste Saisonleistung. Wir haben jeden zweiten Ball im Mittelfeld gewonnen. Ein Sieg wäre verdient gewesen.“

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... über den Abstiegskampf: „Wir wissen, dass wir 17 Endspiele haben und wollen gegen Norderstedt da weitermachen, wo wir aufgehört haben. Die knallharten Fakten nach der Hinrunde sind beängstigend, aber die letzten Auftritte geben mir große Zuversicht, dass wir am Ende über dem Strich stehen.“

 ... über das Heimspiel am Samstag (18 Uhr) gegen den Vorletzten Eintracht Norderstedt: „Das sind Spiele, dir wir gewinnen müssen. Norderstedt ist der direkte Nachbar, da müssen wir gewinnen, das erwartet jeder im Stadion. Wir müssen einen Sieg einfahren – egal wie.“

... über Kritik am Sportlichen Leiter Sebastian Schachten: „Wir vertrauen Sebastian zu 100 Prozent. Die Arbeit, die er leistet, sieht man nach außen nicht. Da geht es nicht nur um Spieler- und Trainerverpflichtungen. Sebastian ist rund um die Uhr mit dem VfB beschäftigt, er ist immer online und übernimmt viele andere Aufgaben.“

Spielbericht
Oldenburgs Marc Schröder steigt hoch zum Kopfball.

ZWEI TORE, ZWEI ROTE KARTEN, EIN PUNKT VfB Oldenburg erkämpft 1:1 gegen Spitzenreiter TSV Havelse

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg
Reaktionen
Voller Einsatz: Oldenburgs Patrick Möschl (links) wird von Havelses Jannik Oltrogge

VFB OLDENBURG HOLT PUNKT GEGEN SPITZENREITER Fossi: „Toll, dass wir so zurückgekommen sind, das ist gegen Havelse nicht einfach“

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg
Durchgesetzt: Oldenburgs Kapitän Patrick Möschl (rechts) zieht an Havelses Besfort Kolgeci vorbei. In einem Duell auf Augenhöhe trennten sich beide Teams 1:1.

BEIM 1:1 GEGEN TSV HAVELSE VfB Oldenburg reagiert nach Rückstand stark – und lässt den Sieg liegen

Lars Blancke Wolfgang Wittig
Oldenburg

 ... über die Botschaft vor der Saison, mehr Geld in Strukturen und weniger in den Spieleretat zu stecken: „Bereuen tue ich nichts. Vielleicht aber war diese Aussage von außen betrachtet aber etwas fahrlässig, um den sportlichen Erfolg zu gefährden. Das ist aber nicht der Fall. Wir haben schon interne Ziele ausgerufen und es so eingeschätzt, dass wir eine ordentliche Runde spielen können. Wir kommen nicht drumherum, an Strukturen zu arbeiten. Wir haben viele Mitarbeiter, die Dinge übernehmen, die nicht zu ihrem Kernbereich zählen.“

... über die Ambitionen des VfB mit Blick auf das neue Stadion, das Mitte 2028 stehen soll: „Wir haben ein Ziel vor Augen. Wir wollen spätestens in vier Jahren im neuen Stadion in der 3. Liga spielen. Ich muss da keinen Hehl draus machen, dass es wünschenswert ist, gleich im neuen Stadion einen Drittligastart zu haben – ganz klar!“

... über die unauffällige Rolle von Berater Thomas Schaaf: „Er arbeitet ganz, ganz viel im Hintergrund. Thomas ist in jeglichen Fragen, die im Vorstand, bei Sebastian Schachten oder bei Dario Fossi auf dem Tisch liegen, ein wichtiger Ansprechpartner. Er hat eine Riesenerfahrung bei vielen Themen, vor allem in der internen Arbeit. Er hat Türen geöffnet, an die ich in den letzten drei Jahren nicht herangekommen bin. Es ist schön, dass es gar nicht auffällt, dass Thomas ganz, ganz viel leistet für den VfB Oldenburg.“

... auf die Frage, warum der VfB nicht absteigt: „Weil wir uns der Situation bewusst sind und weil wir in den letzten Wochen gesehen haben, was die Mannschaft imstande ist zu leisten, wenn sie will. Dieser absolute Wille muss jetzt so auf den Platz gebracht werden, dass wir nicht absteigen. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das mit Bravour schaffen werden.“

Was Weinberg über die Entwicklung des Unterbaus beim VfB sagt, in welchen Dingen der Verein beim Stadionneubau involviert ist und was er über die offene Präsidentenposition im Verein ankündigt, gibt es in der neuen Folge „Nordwestkurve“ zu hören. Diese ist ab sofort online kostenlos zu hören unter www.nwzonline.de/podcasts sowie auf allen bekannten Plattformen wie Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts, Amazon Music und Deezer.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion