Emden - Was lange währt, wird endlich gut? Noch können die Emder das in Bezug auf die 400 Meter lange Trogstrecke nicht sagen. Doch es gibt Hoffnung: Denn die jahrelange Pannenbaustelle soll 2024 zum Abschluss kommen, teilte die Stadt nun mit, nachdem sie im Februar bereits auf den Stand der Großmaßnahme hingewiesen hatte. Klappt alles, dann würde eine vier Jahre lange und mit 8,1 Millionen Euro sehr teure Sanierung von Emdens Südumgehung ihr Ende finden.
Wetter muss bei Sanierung mitspielen
Von großem Jubel ist man im Rathaus dennoch weit entfernt. Nicht nur, dass die anvisierten Kosten ursprünglich bei 5,8 Millionen Euro und damit deutlich niedriger lagen. Noch blicken die Verantwortlichen mit bangem Blick auf die Baustelle – und runzeln wohl die Stirn. Denn damit die anstehenden Arbeiten erledigt werden können, müsse das Wetter stabil sein, sagte Stadtbaurätin Irina Krantz zuletzt gegenüber der Politik. Stabil heißt in diesem Kontext: Möglichst trocken – und nicht zu kalt. Zurzeit sei die Oberflächentemperatur auf der Fahrbahn noch zu kühl für die Arbeiten.
Diese Arbeiten bestehen in einer Betonfahrbahn, die die ursprünglich geplante Asphaltbauweise ersetzt. Mit der alten Asphaltbauweise hatte der Trog 2023 immer wieder mit Feuchtigkeit zu kämpfen. Zwischen aktuellem Trog und neuem Betontrog solle durch eine zusätzliche Noppenbahn weiter eindringende Feuchtigkeit abgeleitet werden. Notwendig dafür sei allerdings eine Temperatur von mindestens fünf Grad Celsius. Das erreicht Emden bei der Lufttemperatur, nicht aber bei der Oberflächentemperatur. Dann aber, so die Stadtbaurätin, gehe es endlich weiter – und die Winterpause für die Baustelle endet.
Ende März sollen Bauarbeiten weitergehen
Nach aktuellen Planungen wolle die Stadt etwa Ende März die Straße „Zur Alten Brikettfabrik“ als einen von noch vier anstehenden Bauabschnitten angehen. Für Autofahrer wichtig: Diese Baustelle kommt ohne Verkehrssperrung aus. Fußgänger und Radfahrer sollen in diesem Jahr durchgehend den Trog durchqueren können. Pkw-Fahrer hingegen sollten sich im weiteren Verlauf der Sanierungsarbeiten an den restlichen Bauabschnitten noch auf Verkehrsbehinderungen einstellen.