Petersdorf/Thüle - Die Blicke gehen abwechselnd Richtung Himmel und Richtung Boden: Viel Regen und Schnee sind für die nächsten Tage in der Gemeinde Bösel nicht vorhergesagt, das spricht dafür, dass es an diesem Samstag (14 Uhr) zum Fußball-Bezirksliga-Derby SV Petersdorf - SV Thüle kommen kann. Aber hat der Platz in Petersdorf die letzten Tage mit Schnee und Regen gut überstanden? „Das werden wir uns natürlich noch mal ganz genau anschauen“, sagt SVP-Co-Trainer Samir Zejnilovic. „Ich denke, die Chancen, dass gespielt werden kann, stehen 50:50. Wir haben auf jeden Fall Bock aufs Derby.“ Und auch Dennis Bley, Trainer des SV Thüle, macht klar: „Wir sind vorbereitet. Auf unserem Platz wäre diesmal allerdings kein Spiel möglich. Den haben wir in der letzten Partie kräftig ,umgepflügt’.“
Aber die Petersdorfer haben ja zuletzt auswärts gespielt und da auch noch gewonnen. „Der 3:2-Erfolg beim SV Molbergen war nach den vielen Punktspielen ohne Sieg schon sehr wichtig für uns. Er gibt uns neuen Schwung“, sagt Zejnilovic, der sich über die Rückkehr von Malang Fofana nach dessen Gelbsperre freut. Bünjamin Yasin und Philip Maguru werden fehlen, fraglich ist, ob Spielertrainer Nermin Becovic (Oberschenkel-Probleme) und Top-Torjäger Robert Plichta (Waden-Probleme) auflaufen könnten, wenn denn gespielt wird.
Plichta-Einsatz fraglich
„Auf Robert gucken natürlich immer viele, aber wir haben es ja auch in Molbergen ohne ihn gut gemacht“, so der SVP-Co-Trainer. Und tatsächlich dürften auch die Thüler gespannt sein, ob Plichta dabei ist, hat er doch im Hinrundenspiel im Sommer beide Petersdorfer Treffer zum 2:1-Sieg des SVP erzielt – den zweiten erst in der ersten Minute der Nachspielzeit.
Aber die Petersdorfer wissen natürlich, dass die Thüler nun schon seit sieben Partien nicht mehr verloren haben und sind dementsprechend gewarnt: „Die Thüler haben viele schnelle Spieler, sind auf den Außenbahnen sehr stark und lassen nicht viele Chancen zu – da müssen wir die wenigen Möglichkeiten konsequent nutzen“, sagt Zejnilovic.
Großer Respekt
Doch auch auf Thüler Seite ist der Respekt groß: „Der große Vorteil der Petersdorfer im Vergleich zu den letzten Jahren ist, dass sie nun auch in der Breite gut besetzt sind. Zahlreiche höherklassige Transfers wie der von Rami Kanjo haben sie eine Klasse besser gemacht“, sagt Bley, der den SVP in der Saison 22/23 trainiert hatte. „Aus der Zeit sind ja nur noch sechs, sieben Spieler da“, sagt er.
Optimistisch stimmt ihn, dass Kapitän Tobias Böhmann vor seinem Comeback steht und wohl auch Mark Schmidt wieder einsetzbar sein wird. „Wir dürfen auf dem kleinen Platz nicht zu hoch stehen und nicht mit jugendlichem Leichtsinn wie im Hinrundenspiel agieren“, warnt Bley zudem.