Jeddeloh/Norderstedt - Mit einem Punktgewinn nach doppeltem Rückstand kehren die Regionalliga-Fußballer des SSV Jeddeloh vom Auswärtsspiel beim FC St. Pauli II zurück. Am Sonntagnachmittag glichen die Ammerländer zwei Rückstände aus und spielten am Ende 2:2 (1:2).
„Am Ende kann ich mit dem 2:2 gut leben. Wir sind zweimal wiedergekommen gegen eine Mannschaft, die vor allem vorne unglaublich viel Qualität hat“, sagte SSV-Trainer Björn Lindemann nach der Partie: „Am Ende war es für die Zuschauer eine Partie mit vielen Offensivaktionen und viel Intensität, in der beide Teams hätten noch mehr Tore schießen können.“
Sechs Umstellungen
Im Vergleich zur 0:2-Pleite in Todesfeld in der Vorwoche ließ Lindemann kräftig rotieren. Stanley Nnamdi und Flemming Schug rückten für Michel Leon Hahn und Robin Krolikowski in die Abwehr. In der neuen Fünfer-Abwehrkette agierten zudem Philip Gramberg und Kapitän Bastian Schaffer. Im Mittelfeld war Tim Janßen dabei. Für sie blieben Diyar Saka, Moritz Brinkmann und Tom Kanowski zunächst auf der Bank. Im Angriff stürmte Ebrima John Jobe für Simon Brinkmann.
In einer offen geführten ersten Halbzeit ging es vor allem in der Anfangsphase Schlag auf Schlag. Den Anfang machten die Gastgeber. Nach einem Freistoß entwischte David Nemeth Jeddelohs Schug und köpfte das 1:0 (5. Minute). Aber die Ammerländer hatten die richtige Antwort parat. Ebrima John Jobe setzte Torhüter Kevin Jendrzej nach einer schlechten Ballannahme unter Druck. Den verunglückten, abgefälschten Fehlpass erlief Max Wegner und traf zum Ausgleich (11.).
Fast im direkten Gegenzug wurde wieder der Bundesliga-Nachwuchs gefährlich. Philip Gramberg blockte nach einem Eckball in höchster Not. Auf der anderen Seite ließ auch Jeddeloh die große Chance zur Führung aus. Nach einem Freistoß starte Kasra Ghawilu durch und wurde im Pauli-Strafraum von Lennart Ken Appe gefoult. Den fälligen Strafstoß schoss der Gefoulte jedoch neben das Tor (16.). „Es wäre natürlich schön gewesen, wenn wir aus dem 0:1 direkt ein 2:1 für uns gemacht hätten. Aber ein verschossener Elfmeter passiert“, sagte Lindemann. Und so bejubelten stattdessen die Hamburger die nächste Führung. Romeo Aigbekaen setzte sich stark gegen Schaffer durch und traf dann mithilfe beider Pfosten zum 2:1 (21.).
St. Pauli erhöht Druck
Bis zur Pause neutralisierten sich dann beide Mannschaften gänzlich. Danach erhöhten aber die Gastgeber deutlich das Tempo. Gleich zweimal verpasste Julian Ulbricht für St. Pauli aus aussichtsreicher Position das 3:1 (52., 54.) und schoss den Ball über das Tor. Auch Aigebkaen fand in Fengler seinen Meister (55.). Die Ammerländer stellten nun wieder auf eine Viererkette um, auch weil Kapitän Schaffer umgeknickt war und kurz vor der Pause bei seinem Startelf-Debüt wieder ausgewechselt werden musste. „Das lief leider nicht so gut mit der Fünferkette. Nach der Umstellung haben wir es wieder viel besser gemacht“, sagte Lindemann.
Nach der ersten Druckphase kamen nun auch die Jeddeloher besser ins Spiel. Janßen setzte einen Ball über das Tor (58.). In der 62. Minute brachte Lindemann mit Simon Brinkmann einen zweiten Stürmer an die Seite von Jobe ins Spiel. Und der Joker stach. Nur acht Minuten später köpfte der Mittelstürmer einen Ghawilu-Eckball ins Tor. „Unsere Wechsel, gerade in der zweiten Halbzeit, haben sich heute wirklich positiv bemerkbar gemacht“, lobte Lindemann.
Nach dem Ausgleich wurde es wieder eine offene Partie. Zunächst parierte Fengler stark einen Fernschuss von Nemeth (72.), auf der anderen Seite verzog Janßen (77.). In den Schlussminuten ließen beide Teams weitere gute Gelegenheiten liegen. Schug köpfte für Jeddeloh knapp neben das Tor (90.). In der Nachspielzeit hätten die Hamburger mit einem Kopfball fast noch für das 3:2 gesorgt. Aber der Ball gingen ebenfalls neben das Tor.
Für Jeddeloh spielten: Fengler – Gramberg, Schug, Siala, Nnamdi, Schaffer (45.+2 M. Brinkmann) – Ghawilu, Janßen (85. Kanowski), Aid Hamid (62. S. Brinkmann), Wegner – Jobe (88. Saka)