Navigation überspringen
nordwest-zeitung

75. Oldenburger Landesturnier Reitspektakel in Rastede setzt erneut Maßstäbe

Otto-Ulrich Bals
Genauigkeit gefragt: Dirk Sandstede dirigiert seine Pferde durch den Rasteder Parcours. Die Zweispänner küren beim Landesturnier diesmal die deutschen Meister.

Genauigkeit gefragt: Dirk Sandstede dirigiert seine Pferde durch den Rasteder Parcours. Die Zweispänner küren beim Landesturnier diesmal die deutschen Meister.

Archiv/Tobias Frick

Oldenburg/Rastede - Zwischen den Weltreitsport-Ereignissen CHIO in Aachen (28. Juni bis 7. Juli) und den Olympischen Sommerspielen in Paris (26. Juli bis 11. August) setzt die 75. Auflage des Oldenburger Landesturnier (23. bis 28. Juli) Maßstäbe weit über die nationalen Grenzen hinaus. Für Pferdefreunde ist der Juli-Termin im Rasteder Schlosspark ein jährliches Muss. „Wir stellen hier eines der größten Turniere in Europa auf die Beine“, sagt Organisationschef Torsten Schmidt nicht ohne Stolz. Mit dem kleinen, feinen Unterschied: In Aachen und Paris satteln nur die Profis. In Rastede dagegen darf jeder ran, der Amateur genauso wie der Profi.

Die Kreismeister im Springen sowie die beiden Sieger der  Krümelchampionate: Dion Hafft (von links) Pia Höning, Birga Klatte, Finn Brünjes und Line Bittner

KREISREITERVERBAND OLDENBURG RV Höven dominiert bei Meisterschaftswertung und holt alle acht Titel

Peter Kratzmann
Kirchhatten

Welche Zahlen prägen die 75. Ausgabe ?

Der Veranstalter rechnet auch in diesem Jahr erneut mit 20 000 Besuchern. Auf dem 80 000 Quadratmeter großen Gelände werden an den sechs Turniertagen 104 Prüfungen für Groß und Klein, für Amateure und Profis zu sehen sein. Das Areal des Schlossparks zu Rastede bietet dazu drei Dressurplätze, einen Springplatz mit dem neuen Abreiteplatz sowie eine Geländestrecke und mobilen Fahrhindernissen. 650 Reiterinnen und Reiter haben dazu 2500 Nennungen abgeben.

Wann kommt der Nachwuchs zum Zug ?

Der erste Turniertag (23. Juli) steht ganz im Zeichen der Jugendförderung. Prüfungen in den Klassen E, A und L sowohl im Springen als auch in der Dressur L bilden den Auftakt des 75. Oldenburger Landesturniers. Und auch am zweiten Turniertag, am Mittwoch, geht es um den Nachwuchs – nämlich in den Prüfungen für die 4-, 5- und 6-jährigen Springpferde. In den Qualifikationen präsentieren sich neben den Oldenburgern auch Pferde anderer Verbände. Zudem wird auf dem Springplatz die erste Wertungsprüfung der Ländlichen Reiter ausgetragen.

Frisch vermählt: Katharina von Oldenburg und Clemens von Moy de Sons beim Verlassen der Rasteder St.-Ulrichs-Kirche

SCHLOSS PRÄCHTIG GESCHMÜCKT Wie die Ammerländer die Adelshochzeit in Rastede erlebt haben

Frank Jacob
Rastede

Was ist neu für die Pferdefreunde ?

Mit einer Amateur-Tour wird den Dressur-Amateuren aus dem gesamten Umland erstmals die Möglichkeit geboten, sich beim Landesturnier untereinander zu messen. Mit den insgesamt drei Prüfungen (Finale am Samstag) und einem Preisgeld von insgesamt 5000 Euro verspricht der Veranstalter eine sehr attraktive Prüfungsserie.

Welche Titel werden in Rastede vergeben ?

Außer den vielen Nachwuchsprüfungen und Qualifikationen zu den Bundeschampionaten werden im Schlosspark traditionell die Oldenburger Meister und Landesmeister in den Disziplinen Dressur, Springen und Fahren ermittelt. Und erneut ist Rastede Schauplatz einer deutschen Meisterschaft, wenn vom 23. bis 28. Juli die Zweispänner ihren Titel 2024 ausfahren. Rastede ist für den ursprünglichen Ausrichter Drebkau in Brandenburg eingesprungen. Die Ammerländer gelten seit Jahren als erfahrene Turnierveranstalter und hatten zuvor schon wiederholt WM-Sichtungen und deutsche Meisterschaften ausgerichtet.

Welche sportlichen Höhepunkte stehen an ?

Am Samstag (7.30 bis 13 Uhr) werden die Ein-, Zwei- und Vierspänner bei ihren Geländefahrten wieder spektakuläre Manöver vollziehen. Derweil verspricht der Veranstalter: „Das Beste kommt zum Schluss“. So wird am Sonntag (15 Uhr) der Große Preis der Öffentlichen Oldenburg ausgeritten, ebenfalls am Finaltag steht ab 15.30 Uhr die Entscheidung im Kurz-Grand-Prix als Endpunkt der Großen Tour in der Dressur an. Für die Springreiter heißt es dabei umdenken, fand der Große Preis im Vorjahr bekanntlich bereits am Samstag statt.

2023 siegte Sandra Auffarth auf Quirici im Großen Preis.

LANDESTURNIER IM JULI In Rastede findet Großer Preis wieder am Sonntag statt

Hauke Richters
Oldenburg

Wo gibt es die höchsten Preisgelder ?

Für die Teilnehmer an der Großen Tour der Springreiter wird eine Gesamtprämie von 45 000 Euro ausgelobt. Im ersten Springen der Tour am Donnerstag (16.30 Uhr) geht es um 3000 Euro, am Freitag (16.45 Uhr) um 7000, am Samstag (19.30 Uhr) um 10 000 und am Sonntag (15 Uhr) im Großen Preis um 25 000 Euro.

Themen