Varel - Die deutschen Meisterschaften der Masters auf der Kurzbahn waren einmal mehr für Renke Möller vom TuS Büppel eine Reise wert. Am Ende kehrte er sehr zufrieden mit einer Silbermedaille und zwei weiteren Top-Ten-Platzierungen in der Altersklasse Ü 20 im Gepäck aus Hannover nach Friesland zurück.
„Ich freue mich, dass ich, aus einem kleinen Verein kommend, mich gegen die Konkurrenz aus den Leistungszentren durchsetzen konnte“, sagt Möller und verrät schmunzelnd: „Die Bürgermeisterin fragte mich bei der Siegerehrung, wo denn Büppel liegt. Friesland sagte ihr dann aber etwas.“
Mit insgesamt 1493 Aktiven aus 314 Vereinen hatten die DM-Organisatoren der SGS Hannover ein Rekord-Teilnehmerergebnis zu vermelden. Aufgrund der unerwartet hohen Meldezahlen gab es behördliche Auflagen, um einen geordneten Wettkampfablauf zu gewährleisten. So durften diesmal keine Zuschauer, Fans und Trainer mit ins Bad.
Beschwerliche Anreise
„Der Wettkampf musste sogar kurzzeitig unterbrochen werden, da zu viele Personen im Hallenbad waren“, berichtet TuS-Trainer Thomas Möller: „Es mussten zahlreiche Schwimmer dann das Stadionbad in Richtung bereitgestellte Zelte verlassen.“
Trotz einer beschwerlichen Anreise mit der Deutschen Bahn wegen Zugausfällen hatte es Renke Möller noch pünktlich zum Einschwimmen ins Stadionbad geschafft. Sein selbstgestecktes Ziel war es, bei seinen Starts jeweils möglichst unter die ersten Zehn zu kommen, über 200 Meter Lagen gerne auch noch weiter vorn.
Unerwartet schnell
„Die von Renke in Hannover geschwommenen Zeiten war sehr, sehr außergewöhnlich und vorab auch nicht erwartet worden“, freut sich Thomas Möller. Auch er verweist auf den geringeren Trainingsumfang in Varel, gerade im Vergleich zu den Schwimmern aus den Leistungszentren: „Wir haben im Training aber nochmals harte Overdistance-Einheiten und besonders Lagenwenden als Inhalte eingebaut. Und es hat sich gelohnt.“
So schlug Renke Möller in der Altersklasse 20 über 200 Meter Lagen in bemerkenswerten 2:12,41 Minuten als Zweiter an. Nur Lukas Hinz (SG Neuköln/2:11,63 Min.) war schneller. Dritter wurde André Peterwitz (SC Wiesbaden/ 2:14,00 Min.). Jeweils den sechsten Platz belegte Möller über 100 Meter Lagen (1:00,75 Min.) und 100 m Brust (1:06,69 Min.). Hinzu kam Platz 17 über 100 m Schmetterling in 1:01,58 Minuten.
Abschließend lobt Renke Möller die Kameradschaft unter den sportlichen Rivalen: „Der Umgang der einzelnen Altersklassen beziehungsweise Generationen ist ein sehr freundschaftlicher und man plant schon das Wiedersehen in den nächsten Jahren.“
