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nordwest-zeitung

Kellerkrimi gegen Eintracht Norderstedt Warum der Samstagabend dem VfB Oldenburg Hoffnung auf Heimjubel macht

Freuten sich am vergangenen Samstag über das 1:1 gegen den TSV Havelse: (von links) Willem Hoffrogge, Drilon Demaj, Anouar Adam, Patrick Mösdchl und Vjekoslav Taritas
Vorbericht

Freuten sich am vergangenen Samstag über das 1:1 gegen den TSV Havelse: (von links) Willem Hoffrogge, Drilon Demaj, Anouar Adam, Patrick Mösdchl und Vjekoslav Taritas

Andre van Elten

Oldenburg - Die beste Nachricht vor dem Kellerkrimi gegen Eintracht Norderstedt gibt der Spielplan für den VfB Oldenburg her. Das Heimspiel des Tabellenletzten der Fußball-Regionalliga gegen den Vorletzten steigt an diesem Samstag (18 Uhr) – und das ist in dieser bislang so verkorksten Saison wichtiger denn je.

Das zumindest zeigt der Blick auf die bisherige Heimbilanz. „Wir haben – glaube ich – freitags und sonntags alles verloren. Samstags haben wir noch gar nicht verloren“, sagte VfB-Geschäftsführer Michael Weinberg unter der Woche bei seinem Besuch in der „Nordwestkurve - der VfB-Podcast“ und zeigte damit, dass der Geschäftsführer der VfB-GmbH nicht nur die Zahlen in den Bilanzen, sondern auch die sportlichen Statistiken bestens im Blick hat. Die Freitagsbilanz ist desaströs: 0:3 gegen Kickers Emden, 0:3 gegen Werder Bremen II, 0:1 gegen SSV Jeddeloh. Drei Spiele, null Punkte, null Tore. Fast genauso schlimm sieht es sonntags aus: 0:3 gegen Holstein Kiel II, 2:3 gegen SV Drochtersen-Assel. Auch hier kein Punkt, die zwei Tore sind da kein Trost.

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Oldenburgs Mutmacher

Samstagabends aber, und das darf vor dem mega-wichtigen Duell mit den personell gebeutelten Norderstedtern als gutes Omen dienen, läuft es. 5:2 gegen Teutonia Ottensen, 2:2 gegen SV Meppen, 4:0 gegen FC St. Pauli II, 1:1 gegen TSV Havelse – nimmt man nur diesen Spieltermin, würde der VfB oben mitspielen und nicht seit Wochen die Rote Laterne inne haben. „Das lässt darauf deuten, weil der Fußballer an sich ja auch abergläubisch ist, dass wir wünschenswerterweise im neuen Jahr jedes Heimspiel samstagabends austragen werden“, schmunzelt Weinberg. Fest angesetzt sind in diesem Jahr noch zwei weitere Heimspiele: Am Samstag, 23. November, gegen Phönix Lübeck und am Samstag, 7. Dezember gegen BW Lohne.

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Zu den bisherigen Erfahrungen mit den neuen Abend-Anstoßzeiten, die der VfB seit dieser Saison aufgrund des neuen Flutlichts im Marschwegstadion testet, sagt Weinberg: „Die Resonanz ist gut. Es ist etwas Neues für den Oldenburger, das macht es aber auch aus.“ In den neun Heimpartien sind bisher 3024 Zuschauer im Schnitt da gewesen. „Das ist eine ganz tolle Zahl. Mehr als 3000 Zuschauer im Schnitt bei unseren Heimspielen, das ist aller Ehren wert – und das trotz dieses Tabellenstands“, sagt Weinberg.

Norderstedts Sorgen

Jener Tabellenstand soll – nein, er muss – an diesem Samstag aus VfB-Sicht verändert werden. Mit einem Heimsieg würde der VfB (13 Punkte) an Norderstedt (15) vorbeiziehen. Die Gäste aus Schleswig-Holstein kämpfen aktuell mit Problemen, die dem VfB bekannt vorkommen dürften. In Ayoub Akhber, Andre Wallenborn, Florian Meier, Marcell Sobotta, Moritz Frahm, Dave Ceesay, Arne Exner, Lukas Krüger und Saibo Ibraimo sowie den gesperrten Manuel Brendel und Ersin Zehir fehlten der Eintracht gleich elf Spieler bei BW Lohne. Dann verletzten sich im Spiel noch Nils Brüning, Luis Coordes und Phil Sieben – wer außer den nicht mehr gesperrten Spielern in Oldenburg wieder fit ist, wird sich zeigen. Trotz dieses Lazaretts holte Norderstedt ein beachtliches 1:1 bei den durchaus heimstarken Lohnern. Ohnehin holte die Eintracht sieben Zähler aus den letzten vier Auswärtsspielen.

Spielten bisher wichtige Rollen in der Regionalliga-Saison des SSV Jeddeloh: Moritz Brinkmann (von links), Gazi Siala, Thure Fengler und Max Wegner.

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Nur ein Sieg zählt

Für den VfB zählt nach zwei Leistungssteigerungen beim VfB Lübeck und gegen den TSV Havelse (jeweils 1:1) nur ein Sieg, um den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze herzustellen. Nico Mai und Rafael Brand (beide Rotsperren) werden fehlen, ansonsten sind die schlimmsten Oldenburger Personalsorgen passé. In Lübeck und gegen Havelse ließ Trainer Dario Fossi erstmals in zwei Spielen in Serie mit der gleichen Startelf spielen. Und Weinberg macht auch klar, dass die Samstagsserie ausgebaut werden muss: „Das sind Spiele, dir wir gewinnen müssen. Norderstedt ist der direkte Nachbar, da müssen wir gewinnen, das erwartet jeder im Stadion. Wir müssen einen Sieg einfahren – egal wie.“

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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