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nordwest-zeitung

1:2 vor 30000 Fans bei Dynamo Dresden VfB Oldenburg steigt als Drittletzter aus 3. Liga ab

Oldenburg - Der VfB Oldenburg steigt als Drittletzter der Drittlliga-Saison 2022/23 ab, Dynamo Dresden steigt nicht in die 2. Fußball-Bundesliga auf: Nach einer 1:2 (1:1)-Niederlage des VfB in Dresden am Samstagnachmittag vor der imposanten Kulisse von 30322 Zuschauern im Rudolf-Harbig-Stadion gehen beide Vereine enttäuscht in die Sommerpause. Kapitän Max Wegner brachte den VfB in Führung (19. Minute), Dresdens Torjäger Ahmet Arslan glich mit einem sehenswerten Fernschuss aus (45.+2). Arslan war es auch, der Dresden kurz vor Schluss den Sieg sicherte (87.).

Weil der VfB (35 Punkte) den Sieg verpasste, beendet er die Saison hinter dem ebenfalls sportlich abgestiegenen SV Meppen (37; verlor 0:2 beim SC Freiburg II) auf Platz 18 und kann damit auch nicht mehr auf den Rettungs-Strohhalm Insolvenz eines anderen Profivereins hoffen. Dynamo hingegen verpasste den Aufstieg, den am Samstag der VfL Osnabrück mit einem dramatischen Last-Minute-Sieg feierte (2:1 gegen den BVB II durch zwei Tore in der Nachspielzeit). Der SV Wehen Wiesbaden geht dank eines 1:0-Erfolges gegen den Halleschen FC in die Relegation.

Fünf Änderungen in Startelf

Im Vergleich zur 1:2-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen den FSV Zwickau wechselte VfB-Trainer Fuat Kilic, dessen Zukunftu sich voraussichtlich sehr zeitnah entscheiden wird, gleich auf fünf Positionen – allerdings notgedrungen. Für die gesperrten Marc Stendera und Manfred Starke rückten Christopher Buchtmann und Kamer Krasniqi in das Mittelfeld. Rafael Brand fehlte verletzt ganz im Kader, Patrick Hasenhüttl saß angeschlagen nur auf der Bank. Dafür sollten Jakob Bookjans und Max Wegner die Offensive beleben. Rechts hinten verteidigte dieses Mal Leon Deichmann anstelle von Dominique Ndure.

Reaktionen
Enttäuschte Dresdener und Oldenburger: Die Dynamo-Spieler verpassten den Aufstieg, während (von links) Nico Knystock, Oliver Steurer und Marcel Appiah eine Niederlage kassierten.

REAKTIONEN AUF VFB-NIEDERLAGE IN DRESDEN Appiah: „Sonst wird es für viele Spieler die letzte Saison hier gewesen sein“

Wolfgang Wittig Lars Blancke Dresden

Ohren offen links und rechts

„Wir hören links und rechts Dinge, was die Lizenzierung angeht. Wir wollen versuchen, den 17. Platz zu erreichen, um die minimale Chance aufrechtzuerhalten, dass man nachrutschen könnte“, gab Kilic kurz vor dem Anpfiff das Ziel des letzten Spieltages vor. Dass damit beide Mannschaft ambitioniert waren (Dynamo brauchte einen möglichst hohen Sieg und musste auf Ausrutscher der Konkurrenz im Aufstiegsrennen hoffen), sahen die Fans im Hexenkessel Rudolf-Harbig-Stadion von Beginn an. Schon nach drei Minuten hatte der VfB durch Linus Schäfer aus 16 Metern eine sehr gute Chance. Im Gegenzug schoss Niklas Hauptmann für Dresden knapp über das Tor (4.). Und wiederum im nächsten Gegenzug schoss Wegner aus 16 Metern knapp drüber (5.).

Wegner schockt Dresden

Nach den furiosen ersten fünf Minuten beruhigte sich die Partie, doch dann schlug der VfB sehenswert zu. Nico Knystock spielte einen scharfen Flachpass auf Wegner, der mit Schäfer einen perfekten Doppelpass spielte und aus 15 Metern souverän zum durchaus verdienten 1:0 einschob (19.). Wegner, der schon öffentlich bestätigt hatte, dass er auch in der Regionalliga Nord bleibt, lief nach seinem siebten Saisontor direkt durch zu den rund 500 mitgereisten VfB-Fans und klopfte sich dabei auf das Vereinswappen.

Wegners Tor schockte die Gastgeber spürbar, bis zur 31. Minute schoss Dresden nicht mehr auf das Tor, ehe sie in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit etwas druckvoller wurden. Claudio Kammerknecht mit einem Kopfball ganz knapp am Pfosten vorbei (40.) und der pfeilschnelle Christian Conteh (43.) waren schon nah dran am Ausgleich vor der Pause, dann feuerte Ahmet Arslan aus 25 Metern den Ball zu seinem 24. Saisontor wunderschön ins Netz (45.+2). Noch vor dieser hätten Dribbelkönig Conteh und Jakob Lemmer bei einer dicken Doppelchance die Partie komplett drehen können (45.+3).

Dynamo lässt Chancen aus

Dynamo kam besser als der VfB aus der Kabine, hatte durch Stefan Kutschke (47. und 55.) zwei gute Chancen auf das 2:1. Die Oldenburger kamen nun kaum noch gefährlich nach vorn, konzentrierten sich erst einmal auf die Defensive. Kutschke hatte noch ein drittes Mal die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber kläglich (74.). Auf der Gegenseite hatte Wegner die beste VfB-Chance auf das Siegtor, schoss aus spitzem Winkel jedoch drüber (76.). Dresden warf alles nach vorn, der VfB hatte Platz für Konter, machte aber zu wenig draus. Dann spielte Kutschke Torjäger Arslan frei, der zum Siegtreffer einschob, der Dresden aber letztlich nicht mehr zum Aufstieg reichte (87.).

Aufstellungen

Dresden: Drljaca - Kammerknecht (74. Becker), Lewald, Knipping, Park (66. Park) - Will, Hauptmann, Arslan - Conteh (53. Meier), Kutschke, Lemmer.

Oldenburg: Dornebusch - Deichmann, Appiah, Steurer, Knystock - Buchtmann, Zietarski (81. Schmidt), Schäfer (58. Badjie), Krasniqi (81. Richter), Bookjans (43. Ndure) - Wegner (81. Hasenhüttl).

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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