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Spenden für stationäres Hospiz Ehepaar aus Nordenham unternimmt Abenteuertour für den guten Zweck

Sabine und Gerald Zinn nehmen mit ihrem Volvo 850 an der Skandinavien-Rallye „Viking Sun“ teil. Mit dabei ist Hundedame Bruni.

Sabine und Gerald Zinn nehmen mit ihrem Volvo 850 an der Skandinavien-Rallye „Viking Sun“ teil. Mit dabei ist Hundedame Bruni.

Privat

Nordenham - Als Oldtimer geht Bruno noch nicht durch. Dafür ist er mit seinem Baujahr 1996 noch zu jung. Aber bei der Mittsommer-Rallye, die im Juni 2500 Kilometer durch Skandinavien führt, darf er mitmachen. Bei Bruno handelt es sich um einen weißen Volvo 850, der Sabine und Gerald Zinn aus Nordenham gehört. Das Gefährt erfüllt zwei entscheidende Voraussetzungen für die Teilnahme an der Abenteuertour durch den Norden Europas: Es ist älter als zehn Jahre und verfügt über kein Navigationsgerät. Mit Bruno will das Ehepaar Zinn aber nicht nur die Rallye absolvieren, sondern auch Spenden für einen guten Zweck sammeln. Genauer gesagt: für den Förderverein Stationäres Hospiz Wesermarsch.

Charity-Projekte

Hinter der „Viking Sun“-Rallye steckt die Idee, Charity-Projekte zu unterstützen. Das trifft auch auf andere Abenteuertouren zu, die von dem Superlative Adventure Club (SAC) mit Sitz in Hamburg organisiert werden. Die Teilnehmer können die Spendengelder entweder einem SAC-Charity-Partner zukommen lassen oder selbst ein gemeinnütziges Projekt auswählen, das sie finanziell fördern möchten.

Für Sabine und Gerald Zinn ist das eine wunderbare Gelegenheit, ihre automobile Abenteuerlust mit einer Benefizaktion für eine soziale Einrichtung zu verbinden, die ihnen sehr am Herzen liegt. Die Krankenschwester im Ruhestand und der Arzt möchten dazu beitragen, dass im Landkreis Wesermarsch möglichst schnell ein stationäres Hospiz für die Betreuung sterbender Menschen eingerichtet wird.

Sabine Zinn gehört dem Vorstand des mittlerweile gut 100 Mitglieder zählenden Vorstandes an. „Wir sind auf einem guten Weg“, sagt sie und hebt die „große Resonanz in der Bevölkerung“ hervor. Der Vorstand steht derzeit mit möglichen Trägern in Kontakt und sieht sich nach einem geeigneten Grundstück für das Hospiz um. Für die Anschubfinanzierung hat der Förderverein laut Sabine Zinn inzwischen einen sechsstelligen Betrag an Spenden zusammenbekommen. Ziel ist, im nächsten oder übernächsten Jahr den ersten Spatenstich für den Neubau zu setzen beziehungsweise mit den Umbauarbeiten in einem bestehenden Gebäude zu beginnen.

Startschuss am 22. Juni

Sabine und Gerald Zinn stellen anlässlich der Charity-Rallye auch eine Spenden-Party auf die Beine. Die Feier mit Bier und Bratwurst für den guten Zweck findet am Freitag, 7. Juni, von 17 bis etwa 21 Uhr auf dem Lutherplatz statt. Der Hospiz-Förderverein ist mit einem Infostand vertreten. Eingeladen sind Freunde, Bekannte, Nachbarn und alle Bürger, die das Projekt unterstützen wollen.


Der Startschuss zur Mittsommer-Rallye fällt am Sonnabend, 22. Juni, in Hamburg. Von dort führt die Tour in sieben Tagen auf Nebenstraßen – Autobahnen sind tabu – durch Dänemark, Schweden und Norwegen zum Ziel in Kristiansand. Auf der Strecke gibt es Fjorde und Gletscherlandschaften, verwunschene Wälder und Seen sowie idyllische Dörfer zu bestaunen. Anhand eines Roadbooks mit diversen Aufgaben und Herausforderungen der kreativen Art gilt es, Punkte für die Teamwertung zu sammeln.

Die Art der Übernachtungsunterkünfte können die Teilnehmer selbst wählen. Sabine und Gerald Zinn, die 2021 erste Rallye-Erfahrungen bei einer Deutschland-Tour gesammelt haben, wollen sich da noch nicht festlegen, nehmen aber auf jeden Fall das Dachzelt für ihren Kombi mit.

Bruni an Bord

Mit dabei ist natürlich auch die Hundedame Bruni. „Sie liebt Fahrten mit dem Volvo“, erzählt Gerald Zinn. Allein wegen des Teamnamens ist der Golden Doodle unverzichtbar bei der Tour. Die Nordenhamer treten unter der Bezeichnung „Bruni Baltic Bang“ an. Das hängt damit zusammen, dass die Zinns im Jahr 2020 an der Baltic-Sea-Rallye teilnehmen wollten. Die fiel wegen Corona aus, der Teamname ist aber geblieben.

Eine Übernachtungsmöglichkeit – in Gestalt eines Dachzeltes – haben die Zinns immer dabei. Bild: Privat

Eine Übernachtungsmöglichkeit – in Gestalt eines Dachzeltes – haben die Zinns immer dabei. Bild: Privat

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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