Varel - Ein halbes Jahr, nachdem ein Großbrand die gesamte Produktion und die Produktionsanlagen vernichtet hat, hat sich die Friesland Porzellanfabrik zurückgemeldet – und zwar auf der Ambiente in Frankfurt, der weltweit größten Konsumgütermesse außerhalb Asiens. Die Messe war für die Friesländer ein großer Erfolg – und auch in Rahling tut sich einiges.
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„Es war uns wichtig zu zeigen, dass wir wieder da sind“, sagt die kaufmännische Leiterin Silvia Wiese. Sie hat auf dem Messestand, den Friesland Porzellan zusammen mit den holländischen Kollegen auf die Beine gestellt hatte, sehr viel Zuspruch erlebt. Präsentiert hat Friesland Porzellan auf der Messe das Basissortiment, das nach dem Brand in Rahling in Porzellanfabriken innerhalb Deutschlands fremdproduziert wird wie die beliebten Serien Jeverland weiß, Ecco in verschiedenen Farben sowie die Walküre-Serien NYNY und Alta, aber auch Klassiker wie die Kaffeefilter.
Mit der Fremdproduktion und dem Messeauftritt sorgt das Unternehmen nach dem Brand dafür, die Marktposition nicht zu verlieren. Der Aufwand dafür ist groß: Alle Werkzeuge mussten nachgebaut werden, es mussten Musterreihen erstellt werden und eine alternative Logistik ist notwendig. Das kleine Basisteam, das auf Hochdruck an der Neuorganisation der Porzellanfabrik arbeitet, erlebt eine sehr große Kundentreue. „Unsere Kunden haben pures Verständnis“, freut sich Silvia Wiese.
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In Rahling laufen derzeit die Abriss- und Aufräumarbeiten. Silvia Wiese geht davon aus, dass sie Ende März abgeschlossen sein werden. Parallel läuft die Planung für die neuen Produktionshallen und die Wiederherstellung der Infrastruktur. Derzeit werden Angebote für neue Maschinen geprüft.
„Zudem wird der Bestand revitalisiert“, sagt Silvia Wiese. Fünf Hallen sowie das Gebäude für den Werksverkauf und das Verwaltungsgebäude wurden vom Feuer verschont. Neben dem Wiederaufbau der Porzellanfabrik liegt der Fokus weiterhin auch auf der Entwicklung hin zum Gewerbe- und Industriepark. Das Fabrikgelände soll zu einem Gewerbestandort mit vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten weiterentwickelt werden. Das Werksgelände soll neben der Porzellanproduktion auch für Dritte nutzbar gemacht und der Bestand an Hallen und Verwaltungsgebäuden nachhaltig gesichert werden.
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