Ostfriesland - Sie stehen quasi schon in den Startlöchern, am Samstag geht es ab Hamburg dann offiziell los: Michael Kampling und Hans-Hermann Saathoff nehmen an der 12. Baltic Sea Circle (BSC) teil. Dabei handelt es sich um die nördlichste Rallye der Welt. 7500 km liegen vor den beiden Ostfriesen, und die Tour führt sie durch Skandinavien, an den Polarkreis, Lappland, das Nordkap, durch die Baltischen Staaten über Polen zurück nach Deutschland. Das Besondere dabei: Die beiden treten nicht nur wegen ihrer eigenen Abenteuerlust an, sondern sie wollen die Tour nutzen, um Spenden für ostfriesische Tierheime zu sammeln.
20 Jahre alter Mercedes
Die Idee für die BSC–Teilnahme kam den beiden Freunden relativ spontan: „Wir hatten schon immer mal Lust auf Abenteuer“, erinnert sich Saathoff. Doch die Teilnahme an der BSC ist mit enormen Kosten verbunden, die in den fünfstelligen Bereich gehen. Sie mussten sich unter anderem ein Auto kaufen, das mindestens 20 Jahre alt ist. Das sehen die Teilnahmeregeln vor. Um Verpflegung, Sprit, Pannen und die technische Ausrüstung müssen sie sich selbst kümmern: „Da kam uns die Idee, bei Michaels Arbeitgeber, der Firma Landguth in Ihlow, einmal anzuklopfen.“ Und dort stießen die beiden mit ihrer Idee auf Gegenliebe: „Nach ein paar Gesprächen war alles fest und wir hatten den Sponsoring-Vertrag.“
Fotos, Videos und Live-Berichte
Deshalb werden auch die Fotos, Videos und Erfahrungsberichte der beiden Ostfriesen von ihrer Tour auf der Instagram-Seite der Firma Landguth zu sehen sein. Die Social-Media-Managerin Jona Snater kümmert sich darum und freut sich schon auf diese Aufgabe: „Das ist echt cool, was die beiden da vorhaben.“ Und da die Teilnehmenden der BSC immer für einen guten Zweck antreten und Spenden sammeln müssen, fiel die Wahl auch schnell auf die ostfriesischen Tierheime: Hage, Emden und Aurich. 7500 Euro sind das gesteckte Ziel, das zu gleichen Teilen aufgeteilt werden soll. Und um den CO2-Ausstoß durch das Fahrzeug zu kompensieren, will Landguth pro 100 gefahrenen Kilometern einen Baum pflanzen.
Pleite, Pech und Pannen – alles kein Problem
Kampling und Saathoff sehen sich für die Tour gut gerüstet: Der Wagen ist umgebaut, sodass sie im Auto schlafen können. Das Equipment liegt bereit, der Tank ist voll. Und als ehemaliger TÜV-Ingenieur blickt Kampling etwaigen Fahrzeugpannen auch gelassen entgegen. Ansonsten können sie aber auch auf die Hilfe anderer Teilnehmer hoffen, denn bei der BSC gilt: „Jeder hilft jedem“, weiß Saathoff. Die beiden freuen sich riesig und können es kaum abwarten, bis der Startschuss fällt.