„Alle Fakten liegen auf dem Tisch“, schreibt die Stadt. Und sie werden von den Gegnern eines Stadionneubaus ganz sicher wieder infrage gestellt.

Aber woher will man in einem frühen Planungsstadium überhaupt Sicherheit nehmen? Die von der Stadt als Fakten verkauften Daten sind jedenfalls eines (noch) nicht: Tatsachen. Sie können dazu werden, sich aber genauso ganz anders darstellen. Niemand weiß, wie sich die Kosten entwickeln, wie die Zuschauerzahlen, wie der VfB Oldenburg. Für vieles gibt es einfach nur Annahmen und Erfahrungswerte.

So könnte das neue Stadion an der Maastrichter Straße aussehen.

FAKTEN FÜR RATSBESCHLUSS LIEGEN AUF DEM TISCH Neues Oldenburger Fußballstadion soll mindestens 47,1 Millionen Euro kosten

Markus Minten
Oldenburg

Wie viel oder wenig auch Kalkulationen wert sein können, zeigt nicht zuletzt die Kostenschätzung aus dem Jahr 2022. Seinerzeit hätte das Stadion noch 34 Millionen Euro kosten sollen, nun sind es mindestens 47,1 Millionen Euro. Weitere Steigerungen sind nicht ausgeschlossen, bis zu einem Vertragsschluss vielleicht sogar wahrscheinlich. Unsicherheit gilt übrigens auch für Gegengutachten. Warum sollten diese – ebenfalls auf Annahmen und Erfahrung basierenden – Schlussfolgerungen die reine Wahrheit sein.

So unterscheiden sich die drei Stadionvarianten. In der 10.000er-Variante sind auch die Kopftribünen komplett ausgebaut, in einer 15.000er-Variante sind zusätzlich die Ecken geschlossen..

WEITERE GUTACHTEN FÜR NEUBAU 7500 oder 10.000 Zuschauer – Größe des Oldenburger Stadions hängt auch an der Parkplatz-Frage

Markus Minten
Oldenburg

Ein Restrisiko bleibt. Aber das gilt für alle Investitionen. Und ja, es kann auch richtig schiefgehen. Es kann aber auch richtig gut laufen. Die Entscheidung müssen jetzt die Ratsleute fällen, ein Risiko trägt die ganze Stadt. Im Idealfall profitiert diese aber auch erheblich.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)