Hude - Torspektakel im Huder Waldstadion: Mit 6:3 (4:0) setzte sich der FC Hude in der Fußball-Bezirksliga gegen den 1. FC Ohmstede durch. Während die Zuschauer natürlich Gefallen an den vielen Treffern hatten, sah insbesondere Hudes Coach Nikolai Klein die Sache anders und schimpfte über die Gegentore. „Natürlich ist es gut, dass wir eine sehr gute Offensive haben. Aber wir kassieren einfach hinten zu viel. Die erste Hälfte war gut, die zweite nicht. Eigentlich kann man mit so vielen Gegentoren gar nicht so weit oben in der Tabelle stehen.“ Mit aktuell 36 Punkten belegt der FC Hude Rang vier, Ohmstede ist mit 15 Punkten Zwölfter.

Dabei legte das Team von Klein und Hans-Jürgen Gundelach ordentlich los und ging durch Marco Prießners Treffer ins lange Eck mit 1:0 in Führung (8.). Wenig später war Felix Ramke zur Stelle und setzte den Ball nach Prießner-Flanke per Kopf zum 2:0 in die Maschen (11.). Für den aus der eigenen Jugend stammenden Youngster war es der erste Treffer im Huder Trikot. Allerdings kamen auch die Gäste zu Möglichkeiten und direkt im Gegenzug zu einem Pfostentreffer.

Die Landkreis-Elf war weiterhin besonders über die linke Angriffsseite tätig und profitierte nach einer knappen halben Stunde von dem Missgeschick des Ohmsteder Keepers Keno Kazmirek, der den vermeintlich nicht so harten Schuss von Magnus Gottwald durch die Handschuhe rutschen ließ – 3:0 (28.). Mit seinem ersten Tor erhöhte Kaan Er auf 4:0 (33.) und nährte die Hoffnung seines Coaches „endlich mal zu Null zu spielen“.

Zumindest bis zum Seitenwechsel hatte dieser Wunsch auch Bestand, doch direkt nach der Pause fasste sich Devin Dollmann ein Herz und knallte den Ball aus kurzer Distanz an Maximilian Gundelach vorbei zum 1:4-Anschluss (47.) ins Netz. Hude machte weiter Druck. Kaan Er nutzte ein Gewusel im Gäste-Strafraum und stellte mit dem 5:1 (54.) den alten Vier-Tore-Vorsprung wieder her. Doch dann legten die Oldenburger den Schalter scheinbar um und zeigten, dass sie sich nicht aufgeben wollten. FCO-Übungsleiter Christian Fels erklärte: „Wir stecken mitten im Abstiegskampf, da kann am Ende der Saison auch mal ein Torverhältnis wichtig werden. Das habe ich meinen Jungs in der Halbzeitpause auch mit auf den Weg gegeben.“

Und so verkürzten Thomas Maxara (60.) und Axel Hempen (65.) auf das zwischenzeitliche 3:5. Die Gäste witterten nun Morgenluft und standen dicht vor dem nächsten Treffer, doch die Huder Abwehr kratzte den Ball im letzten Moment von der Linie (72.). „Das wäre sehr schlecht für uns gewesen“, meinte auch Klein und sagte, dass die Partie „da auch hätte kippen können“. Doch auf die Offensive war weiter Verlass und Kaan Er verwandelte einen direkten Freistoß vorbei an Mauer und Torwart zum 6:3 (75.). Ohmstede warf weiter alles nach vorne, doch in der Nachspielzeit stand der Pfosten einem weiteren Tor im Wege. „Leider haben wir die erste Halbzeit komplett verschlafen, doch auf die Moral der zweiten Hälfte können wir aufbauen“, sagte Fels.

Sein Trainer-Kollege Klein atmete nach dem Abpfiff indes kräftig durch und lobte neben dem Dreifach-Torschützen Kaan Er insbesondere Goalgetter Marco Prießner. „Er ist einfach unsere Lebensversicherung. Wenn der so weitermacht, dann könnte es was werden mit dem Torschützenkönig deutschlandweit in der siebten Liga.“ Denn dort führt der Huder mit seinen bisherigen 26 Toren die Liste aktuell an.