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nordwest-zeitung

Speedway in Cloppenburg Night of the Fights begeistert mehr als 4000 Zuschauer

Robert Gertzen
Die Speedway-Stars schenkten sich in Cloppenburg nichts.

Die Speedway-Stars schenkten sich in Cloppenburg nichts.

Sascha Stüber

Cloppenburg - Mads Hansen heißt der Sieger der „Night of the Fights“ 2024. Der Däne dominierte das Speedwayrennen am Freitagabend in Cloppenburg, zeigte im gesamten Rennverlauf eine konstant gute Leistung und ließ Vorjahressieger Timo Lahti hinter sich. Bester Fahrer des Veranstalters MSC Cloppenburg wurde Lukas Fienhage (Platz 4).

Vor dem Start wurde genau hingeschaut. Bild: Sascha Stüber

Vor dem Start wurde genau hingeschaut. Bild: Sascha Stüber

Auch dieses Jahr lockte der MSC viele Größen der Speedwayszene in die Arena an der Boschstraße: Grand Prix-Fahrer Andrzej Lebedevs, David Bellego, Martin Smolinski oder auch Timo Lahti – die Fans konnten sich auf spannende Läufe in einem Hexenkessel freuen. Denn mit über 4000 Besuchern und einer fast magischen Atmosphäre passte sich der Rahmen dem starken Fahrerfeld an.

Die Zuschauer hatten ihren Spaß. Bild: Sascha Stüber

Die Zuschauer hatten ihren Spaß. Bild: Sascha Stüber

Probleme am Start

Mit Jonny Wynant, Marlon Hegener, Rene Deddens und Lukas Fienhage kämpften auch vier MSC-Piloten um den Tagessieg. Und das mit ganz unterschiedlichem Erfolg: Während sich die Konkurrenz für den am Abend punktlosen Marlon Hegener und Teamkollege Jonny Wynant (2 Punkte) als zu stark erwies, lief es für Rene Deddens und Lukas Fienhage besser. Deddens schied zwar auch nach den Vorrundenläufen aus, kämpfte aber um jeden Zentimeter Bahnbelag und begeisterte die Zuschauer bei seiner letzten „Night of the Fights“. „Ich bin etwas enttäuscht, nicht ins Halbfinale gekommen zu sein. Ich hatte mit der Einstellung des Motorrades zu kämpfen, außerdem waren meine Starts mitunter katastrophal“, sagte Deddens, der vor allem in den letzten Läufen volles Risiko gegangen war.

René Deddens (vorne) will noch einmal die Konkurrenz hinter sich lassen.

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Steffen Szepanski
Cloppenburg

Überraschend stark zeigte sich Norick Blödorn: Der 20-Jährige aus Neumünster, amtierender Deutscher Speedwaymeister der U21, sorgte mit einer guten Linie und einem kompromisslosen Fahrstil für Aufsehen. In Lauf 18 kämpfte Blödorn lange mit dem litauischen Grand Prix-Fahrer Lebedev um die Spitzenposition.

Während die Fahrer durchs Oval flogen, flog jede Menge Sand auf. Bild: Sascha Stüber

Während die Fahrer durchs Oval flogen, flog jede Menge Sand auf. Bild: Sascha Stüber

Lukas Fienhage fuhr derweil in die Endrunde und das mit ganz viel Glück. Denn acht Laufpunkte reichten. „In den letzten Jahren lief es hier für mich immer suboptimal. Jetzt möchte ich ins Finale, dann sehen wir, zu was es noch reicht“, sagte Fienhage. Der Fokus des 24-Jährigen liegt jedoch auf der Langbahn, bei der derzeit laufenden WM hat Fienhage noch alle Chancen: „Ich liege nur vier Punkte hinter dem Führenden Martin Smolinski und möchte in den noch ausstehenden Rennen in Vechta und Roden volles Risiko gehen.“

Für den musikalischen Teil sorgten

Für den musikalischen Teil sorgten "Felix & Ralf" aus Bösel. Bild: Sascha Stüber

Spektakulär überholt

Im Finale musste sich Fienhage mit Mads Hansen, Norick Blödorn und Timo Lahti einer sehr starken Konkurrenz stellen. Am Ende jubelte der Däne Mads Hansen, der Vorjahressieger Timo Lathi in der zweiten Runde des entscheidenden Laufes spektakulär überholte und den Tagessieg einfuhr. Eine konstant starke Leistung und ein scheinbar optimales Set am Motorrad hatten Hansen souverän in die Endrunde einziehen lassen.

René Deddens legt sich bei seiner letzten Night of the Fights noch einmal richtig ins Zeug.

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Steffen Szepanski
Cloppenburg

Einen dänischen Tagessieg gab es auch in der Klasse Junior C: Bei den 250ccm-Piloten gewann Villads Pedersen (12 Punkte) vor Jacob Blocho Pedersen (9), Thies Schweer (5) und dem MSC-Fahrer Carl Wynant (4).

Der MSC Cloppenburg konnte wieder auf reichlich helfende Hände bauen. Bild: Sascha Stüber

Der MSC Cloppenburg konnte wieder auf reichlich helfende Hände bauen. Bild: Sascha Stüber

Emotionaler Abschied

Der MSC Cloppenburg nutzte die „Night of the Fights“ auch, um Rene Deddens als Kapitän der „MSC-Fighters“ vor großer Kulisse zu verabschieden. Sichtlich gerührt nahm der 32-Jährige die warmen Worte und ein Präsent entgegen, „Die Stimmung hier ist fantastisch und ich genieße es sehr, diese Atmosphäre noch mal erleben zu dürfen. Danke für alles, was ich in den letzten Jahren auf und neben der Bahn erleben durfte und für alle Momente und Erinnerungen“, sagte Deddens, dessen Abschiedsrennen wegen Terminüberschneidungen mit der ersten polnischen Speedwayliga auf den 10. Oktober vorgezogen wird, sichtlich den Tränen nahe.

Unter den Zuschauern herrschte gute Laune, wie hier bei Fußball-Trainer Martin Sommer (Mitte). Bild: Sascha Stüber

Unter den Zuschauern herrschte gute Laune, wie hier bei Fußball-Trainer Martin Sommer (Mitte). Bild: Sascha Stüber

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