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nordwest-zeitung

Benjamin Duda ist der neue VfB-Trainer So tickt der Teamplayer mit Tatendrang

Oldenburg - Sich am Samstag mit einer 1:2-Niederlage bei Dynamo Dresden vor mehr als 30 000 Fans aus der 3. Liga verabschiedet, am Sonntag die Trennung von Fuat Kilic vollzogen, schon am Montag den neuen Trainer vorgestellt: Hinter dem VfB Oldenburg liegt ein ereignisreiches langes Pfingstwochenende, an dem der Verein im Eiltempo die Trainerfrage geklärt und sich damit für die Rückkehr in die Regionalliga Nord neu aufgestellt hat. Der neue Chefcoach dürfte vielen Fußballfans im Nordwesten noch kein Begriff sein. Benjamin Duda gibt künftig die Richtung an der Seitenlinie vor.

Das ist Dudas Karriere

Mit Duda verpflichtet der VfB einen recht jungen Trainer, der sich schon sehr frühzeitig für eine Laufbahn an der Seitenlinie entschieden und viel mit jungen Spielern gearbeitet hat. Mit 14 Jahren habe er erstmals eine Jugendmannschaft bei seinem Heimatverein VfB Peine trainiert, berichtet der heute 35-Jährige. Duda konzentrierte sich fortan früh auf das Trainer-Dasein. Über die U 17 von Eintracht Braunschweig (ab Juli 2011 bis Oktober 2017) zog es ihn zum VfV Hildesheim, den er von 2019 bis 2021 coachte. Nach einem halbjährigen Gastspiel bei Germania Halberstadt trainierte Duda 14 Monate lang den Berliner AK, ehe sich der Verein aus der Regionalliga Nordost im März dieses Jahres von ihm trennte. Zuvor hatte es sechs Niederlagen in Serie gesetzt. In der Zeit beim Nordost-Regionalligisten BAK absolvierte Duda zudem seine 15-monatige Ausbildung zum Fußball-Lehrer und ist somit Inhaber der Uefa-Pro-Lizenz.

Die Niederlage in Dresden war sein letztes Spiel für den VfB Oldenburg: Fuat Kilic

EINEN TAG NACH LETZTEM SAISONSPIEL VfB Oldenburg und Fuat Kilic gehen getrennte Wege

Lars Blancke Oldenburg
Er verlässt den VfB: Robert Zietarski

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Lars Blancke Oldenburg

Das sagt der neue Mann

„Ich bin voller Energie, voller Vorfreude und voller Tatendrang“, sagt der neue Coach. Er bezeichne sich als „ganz klaren Teamplayer“, habe den Weg des VfB verfolgt und freue sich enorm auf die Herausforderung. „Sebastian Schachten und Andreas Boll haben mir von Anfang an das Gefühl gegeben, dass wir beim VfB den eingeschlagenen Weg ambitioniert weitergehen und gemeinsam etwas entwickeln wollen.“ VfB-Sportleiter Schachten erklärte, Duda sei ein „mitreißender Typ, der seine Energie auf eine Mannschaft übertragen kann“. Zudem habe er bereits nachgewiesen, dass „er einer Mannschaft eine klare Handschrift vermitteln kann.“

So lief Kilic-Trennung

Das wochenlange Rätsel um die Zukunft von Fuat Kilic ist damit auch gelöst – das Eiltempo, mit dem der VfB seinen Nachfolger Duda präsentierte, zeigt, dass der Verein auf die Trennung vorbereitet war. Kilic hatte eine klare Aussage zu seiner Zukunft stets vermieden, auch nachdem der Abstieg des VfB am vorvergangenen Wochenende durch eine 1:2-Niederlage gegen den FSV Zwickau festgestanden hatte. Sein privater Lebensmittelpunkt in Köln, wo seine Familie lebt, hatten frühzeitig Zweifel geschürt, ob der 50-Jährige tatsächlich auch in Liga vier bleiben würde.

Kilic hatte den damals schon auf einem Abstiegsplatz stehenden VfB erst am 12. März übernommen. Er holte insgesamt vier Siege und zwei Remis bei sechs Niederlagen. Unter seiner Leitung trat der VfB defensiv stabiler auf und bekam weniger Gegentore als zuvor. Seine größte Niederlage – neben der misslungenen Mission Klassenerhalt – war die 1:3-Pleite im Landespokal-Halbfinale bei Regionalliga-Absteiger Atlas Delmenhorst.

„Die Zeit beim VfB war kurz, aber sehr intensiv. Es ist sehr schade, dass wir den Klassenerhalt knapp verpasst haben, aber dennoch hat mir die Arbeit in Oldenburg großen Spaß gemacht. Ich habe mit einer charakterstarken Mannschaft arbeiten dürfen und die Menschen schätzen gelernt“, sagte Kilic zum Abschied.

Spielbericht
Durchgesetzt: Oldenburgs Max Wegner (Mitte) schirmt den Ball gegen Dresdens  Jakob Lemmer (rechts) und Ahmet Arslan ab.

1:2 VOR 30000 FANS BEI DYNAMO DRESDEN VfB Oldenburg steigt als Drittletzter aus 3. Liga ab

Lars Blancke Wolfgang Wittig Oldenburg
Reaktionen
Enttäuschte Dresdener und Oldenburger: Die Dynamo-Spieler verpassten den Aufstieg, während (von links) Nico Knystock, Oliver Steurer und Marcel Appiah eine Niederlage kassierten.

REAKTIONEN AUF VFB-NIEDERLAGE IN DRESDEN Appiah: „Sonst wird es für viele Spieler die letzte Saison hier gewesen sein“

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Lars Blancke Sportredaktion
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